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Wellensittiche in freier Wildbahn

Im Schwarm fliegen die Vögel sehr eng, so dass Wendungen und Schwenks synchron von allen durchgeführt werden müssen. Diese Flugweise bietet den besten Schutz vor Greifvögeln wie den Falken, die es nicht wagen würden, in eine geschlossene Formation einzudringen. Es werden eher vereinzelte Wellensittiche gejagt, die aufgrund von Krankheit oder Schwäche außerhalb der Formation fliegen.

Einzeln fliegt er viel langsamer und in deutlich erkennbaren Wellenlinien. Vor der Landung hält er die Flügel gespreizt und etwas schräg nach unten gerichtet, wodurch der kleine Vogel schnell und ohne Kraftanstrengung dahingleiten kann.

Um sich am Kopf zu kratzen, führt er seinen Fuß unterhalb des Flügels vorbei. Die Nahrungsaufnahme erfolgt nicht, wie bei vielen anderen Papageien mit dem Fuß zum Schnabel, sondern er nimmt Sie direkt mit dem Schnabel auf.

Er ist in der Lage, über Kopf an Halmen und Zweigen zu hangeln und mit dem Kopf zuunterst herabzuklettern. Genau dies läßt sich auch bei der Käfighaltung beobachten, wenn er an den Gitterstäben herumklettert.

Das Anheben der Flügel ist Teil des Streckens, bei dem die Flügel auch einzeln nach hinten gestreckt werden, wie das gleichzeitig auch mit dem Fuß auf derselben Seite geschieht.

Werden die Flügel leicht vom Körper abgestellt, besonders am Bug, dann ist seine Körpertemperatur zu hoch und er verschafft sich damit Abkühlung. Nach längerem Fliegen oder das Aufhalten in der prallen Sonne ist einer der wenigen Gründe dafür. Teilweise öffnet sich der Schnabel und es wird gehechelt.

Nach dem Gefiederputzen schüttelt er sich, um den Gefiederstaub, Schuppen oder Schmutz loszuwerden, die er mit dem Schnabel gelockert aber nicht entfernen konnte.

Beim Schlafen zieht der Wellensittich ein Bein ins Bauchgefieder und der Kopf wird ins Rückengefieder gesteckt. In der Regel plustert er sich auch auf, vor allem wenn es kühl ist, um somit mehr Wärme zu erlangen.

Das Nickerchen am Tage läuft genauso ab. Fällt ihnen auf, dass Ihr Wellensittich oft tagsüber aufgeplustert auf der Stange sitzt, so könnte er auch krank sein.

Die soziale Lebensweise kennt der Wellensittich von Geburt an, teilweise wird Sie ihm auch angelernt. Hoch im Kurs steht die Gefiederpflege. Schwer erreichbare Stellen (Kopf und Nacken) werden sich gegenseitig zärtlich beknabbert. Möchte ein Vogel „gekrault“ werden, so streckt er den Kopf dem Partner hin oder Artgenossen hin. Die federn sind dabei etwas abgestellt.

Trifft der Kraulende mal eine unangenehme Stelle oder zieht etwas zu fest an einer Feder, so wird leicht mit dem Schnabel gedroht, was jedoch harmlos ist und zetert etwas heftig.

Stimmrepertoire

  • Die Wellensittiche verfügen über viele Lautäußerungen…

  • Flug und Ruhestunden: Hübsches, leises Gezwitscher

  • Balzende Männchen: Heftiges Glucksen und lautes Gezwitscher

  • Streit und ängstliches Fliehen: Heftiges Gezeter

  • Bettelndes Weibchen oder Nestlinge nach Futter: Leise Piepslaute

  • Warnruf: Kurz und scharf

  • Nahrungsaufnahme: Zarte Laute, vergleichbar mit den Finken

  • Lockruf: Kurzer, jedoch nicht durchdringender Tschilplaut. Diese Lauten lassen versprengte Wellensittiche vom Schwarm hören. Ein einzeln gehaltener Vogel antwortet auch so den Spatzen, deren Laute sich ähnlich anhören

Das Grundnahrungsmittel vom Wellensittich ist die tägliche Körnermischung aus dem Fachhandel. Je nach Hersteller schwanken die Mischungen nur geringfügig.