Schlagwort-Archive: kolbenhirse

Kolbenhirseanbau im Garten

Allgemeines

Diese Hirse ist die wohl am bekannteste und am meist angebotene Futterart bei Vogelhaltern. Nicht nur von gesunden Papageien, sondern auch von kränklichen Wellensittichen wird die Kolbenhirse gerne noch genommen, auch wenn bereits anderes Futter verschmäht wird. Sie kann in reifen als auch im halbreifen Zustand angeboten werden und kommt den australischen Samenkörner sehr nahe.

Keimprobe

Um den reifegrad festzustellen, lesen sie die Körner vom Kolben. Anschließend die Körner waschen und über Nacht mit Wasser bedeckt stehen lassen. Am nächsten Tag wieder abwaschen und in einen Sieb stehen lassen. Am Abend die Prozedur vom Vortag wiederholen. Je nach Zimmertemperatur keimen dann die Körner. Die Keimfähigkeit bei hochwertigem Saatgut liegt bei etwa 80% und bei minderwertigem Saatgut unter 50%. Um eine genaue Kontrolle zu haben, können sie auch genau 100 Körner abzählen.

Kolbenhirseanbau im Garten weiterlesen

Knabberstangen zum selber backen

Zutaten (reicht je nach Größe für etwa vier Stangen):

  • 80g Mehl
  • ein Ei
  • eineinhalb bis zwei Esslöffel Honig
  • Körner, Mineralstoffe und Kalkpulver nach belieben

Zubereitung:

Die oben genannten Zutaten in einer Schüssel solange verrühren, bis ein feuchter und klebriger Teig entsteht. Ideal ist er, wenn er nicht mehr vom Löffel fließt.

Anschließend fügen sie der Masse noch die gewünschten Körner, Mineralstoffe oder Kalkpulver hinzu und zwar soviel, bis die Körner von einer dünnen Teigschicht umgeben sind. Der Teig dient nur zum Halten der Körner und wird oftmals verschmäht. Die Hauptattraktion bleiben die Mischungen.

Zum Auslegen haben sie mehrere Möglichkeiten. Entweder sie formen selber Figuren aus dem Teig und stecken ein Schaschlikspieß oder ähnliches in den Teig (dienen als Halterung im Käfig) oder aber die Benutzen Pappröhren von Küchenrollen und füllen dort die Masse hinein. Lassen sie aber an den Enden ein Abstand von 2 – 3 Zentimeter. Auch dort wird wieder ein Holzstäbchen (unbehandelt) eingeführt.

Die Knabberstangen werden dann im Backofen 20 Minuten lang bei ca. 200 Grad Celsius gebacken. Zur Probe können sie einen Zahnstocher hinein stecken, bleibt Teig daran kleben, so sind die Stangen noch nicht fertig. Sind diese fertig, haben sie eine goldbraune Färbung, kleben nicht und sind relativ hart.

Fütterung:

Nachdem die Knabberstangen abgekühlt sind, können diese mit einem Draht oder ähnlichem im Käfig befestigt werden. Haben sie Papprollen verwendet, so lassen sie diese ruhig dran, sie stellen eine weitere Beschäftigung dar, um an das Futter zu gelangen. Unter Umständen müssen sie einige Stellen selber ankratzen, damit die Wellensittiche das Futter sehen können.

Quelle: WP-Magazin

Kolbenhirse

Allgemeines:

KolbenhirseMöchten sie ihrem gefiederten Freunden etwas besonderes anbieten, so lesen sie sich diesen Artikel doch etwas genauer durch. Zwar kennen bereits die meisten Halter die Kolbenhirse, allerdings muss man doch hier etwas unterscheiden, z.B. bei reifen und halbreifen Samen oder aber dunkle und helle Hirse. Für diejenigen, die sowieso nur seinen Tieren Körnerfutter und Peletts anbieten, werden hier für sich sicherlich keine Neuerungen feststellen, aber zu einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung gehört mehr, als nur eine „Trill-Packung“ zu öffnen und die Körner in einer Schale anzubieten.

Körner werden von den Vögeln auch gerne im gekeimten Zustand angekommen und mit Vorliebe auch als erstes verspeist. Voraussetzung allerdings ist eine kleine Eingewöhnungsphase, genauso wie bei halbreifen Samen. In der Regel werden nur ausgereifte Samen verwendet, aber wenn man sich das Brutverhalten der Wellensittiche in freier Natur ansieht, wird man schnell zu der Erkenntnis kommen, dass halbreife Samen mehr an Eiweiß und Vitaminen enthalten.Als Nomaden wandern Wellensittiche stets zu den Gebieten, wo nach Regenfällen die trockenen Steppen in Nahrungsreiches Gebiet umgewandelt wurden. Dort finden sie die ersten Gräser, später Grünfutter und nach einigen Wochen sogar halbreife Samen verschiedener Gräser.

Dies ist auch die Zeit, wo Wellensittiche ihre Jungen aufziehen. Die Jungtiere werden von den Elterntieren vorwiegend mit diesen hochwertigen Samen ernährt, ergänzt durch tierisches Futter (Insekten und dessen Larven).

Welche Aufgabe haben Proteine (Eiweiße):

Sie sind für den Aufbau und den Erhalt der Muskulatur und der Organe verantwortlich. Diese werden im Körper verbraucht und nicht selbstständig hergestellt und kann durch keine anderen Stoffe, wie z.B. Fett oder Kohlenhydrate, ersetzt werden. Deshalb ist es notwendig, den Körper mit Eiweißen zu versorgen. Während der Brutsaison und Aufzucht sowie bei körperlichen Anstrengungen, z.B. Mauser, wird besonders viel Eiweiß benötigt. Der Anteil des Proteins am Körpergewicht des Wellensittichs beträgt ungefähr 20 Prozent.

Vitamin E:

Es nimmt Einfluss auf den gesamten Stoffwechsel, schützt andere Wirkstoffe, Funktionen des Nervensystems, der Muskulatur und der Fortpflanzungsorgane werden gefördert.

Bei Mangelerscheinungen der oben genannten Stoffe, dann sind die Wellensittiche anfälliger für:

  • Infektionskrankheiten
  • Veränderungen an Muskulatur
  • Veränderungen an Gewebe und Gefäßen
  • Unfruchtbarkeit

Die verschiedenen Sorten:

deutscher Name Erntetermin bis (ca.) Vogelarten
Silberhirse
wird bis zu 100cm groß
Ende Juli Mitte August Sittiche, Exoten, Waldvögel und kleinere Papageien
Braune Silberhirse
wird bis zu fast 200cm groß
Ende August Mitte September Sittiche und Exoten
Rote Kolbenhirse (fest)
stammt aus Frankreich
wird bis zu 130cm bis 180cm groß
Mitte August Ende August Sittiche, größere Exoten, Waldvögel und kleinere Papageien
Rote Kolbenhirse (locker)
stammt aus Österreich
wird bis zu 130cm bis 180cm groß
Ende August Mitte September Australische Sittiche, kleinere Exoten und Waldvögel
Sudangras
wird bis zu 300cm groß
Mitte September Ende September Australische Sittiche, Grassamen fressende Exoten und Agaporniden

Entscheidend bei der Erntezeit ist auch die Vorliebe der einzelnen Vogelarten, da die Ansprüche von Art zu Art sehr unterschiedlich sein können.

Nach der Ernte sollten die Samen, zu erkennen an dem milchigem Zustand, möglichst schnell (maximal 24 Stunden) eingefroren werden. Dadurch bleibt der besondere Nährwert erhalten. Nach Ablauf der Frist würden die Samen austrocknen und ihren Zweck verlieren. Die Lagerungszeit kann bis zu 12 Monaten andauern. Bei bedarf tauen sie ca. 20 Minuten lang die entsprechende Menge auf, waschen die Samen kurz unter warmen Wasser ab und reichen diese am gleichen Tag zum Verzehr.

Quelle: WP-Magazin