Archiv der Kategorie: Gesundheit & Wellness

Was habe ich im Krankheitsfall zu erledigen

Grundsätzlich

Ruhe und Selbstbeherrschung bewahren. Ereignis abschätzen und folgendes erledigen:

  1. Notfallbuch holen oder Internetseite abrufen

  2. Erstellen Sie ein Behandlungskonzept

  3. Stellen Sie Ihre Notfallapotheke bereit

  4. Zum Fangen machen sich Utensilien wie Käscher, Lederhandschuhe und Handtuch nützlich

  5. Behandeln Sie Ihren Vogel mit äußerster Konzentration, ruhig und zügig

  6. Nach abgeschlossener Behandlung Vogel in eine warme und ruhige Krankenbox/ kleinen Käfig setzen. Eventl. eine Rotlichtlampe einschalten.

  7. Unzumutbaren Neufang oder übermäßig lange Behandlung ist für den Vogel zu stressig und ist somit nicht Gesundheitsfördernd

Fixierung des Vogels

Die Fixation des Vogels ist der erste und entscheidende Griff. Es drei Fixierpunkte:

  1. Der Vogelkopf wird von hinten mit Daumen und Zeigefinger in der Höhe der Unterkieferknochen umfasst.

  2. Damit der Vogel sich nicht drehen kann und womöglich beißt, sollte der Griff fest sein. Seien Sie nicht zu zaghaft und auch nicht so hart. Ein gesundes Mittelmaß sollte beachtet werden.

  3. Die Füße, gerade bei größeren Arten, müssen ebenfalls gleich festgehalten werden. Die scharfen Krallen könnten sich tief ins menschliche Fleisch bohren. Dazu eignet sich wiederum das Handtuch, mit dem diese umwickelt werden können. Lassen Sie den Vogel in das Tuch greifen und umwickeln diese schnell.

  4. Da Flügel oft heftig herum flattern, drücken Sie ihn fest an Ihren Körper. Auch diese können mit einem Handtuch separat umwickelt werden.

Sie sollten dabei eine Hilfsperson zur Hand haben, nur so kann eine Behandlung erfolgen, jedenfalls bei größeren Arten.

Temperatur/ Wärmezufuhr

Kranke und schwache Vögel verlieren schnell an Körpertemperatur. Diese liegt im Durchschnitt zwischen 40 und 42 Grad.

Um die Temperatur zu messen, fetten Sie ein digitales Thermometer ein und schieben Sie es vorsichtig in die Kloakenöffnung.

Bei einer Temperatur so ab 38 Grad wird es kritisch. Der Vogel braucht sofort zusätzliche Wärme. Stellen Sie in seiner Nähe geeignete Wärmestrahler, wie z.B. die Rotlichtlampe, auf. Sie sollten beachten, dass bei dauerhafter Anwendung das Rotlicht das Tier stresst. Deswegen eignen sich Wärme- Dunkelstrahler aus Keramik, die in einem Abstand von ca. 50 cm aufgestellt werden.

Ein Fluchtpunkt muss dem Kranken auch gewährt werden, damit bei Wärmeüberfluss auch mal eine Abkühlung erfolgen kann. Keine Kabellage in der Nähe des Tieres lassen, er könnte daran knabbern und einen Schlag erleiden.

Halten Sie die Temperatur außerhalb des Käfigs so um 30 Grad. Ein Messgerät sollte beim Käfig aufgestellt werden. Um eine Austrocknung zu verhindern, eignet sich eine Wasserschale, Sie erhöht die Luftfeuchtigkeit. Zur Not mit eine Hydrometer nachmessen. Gibt es im Baumarkt.

Futter- und Wassernäpfe in Reichweite aufstellen, aber so, dass diese nicht umgeworfen werden können. Sie müssen leicht und ohne Anstrengung erreichbar sein. Bei Krankheitsfällen wie Atemnot oder Kopfverletzungen, Verdacht reicht aus, kontrollieren Sie oftmals! Es kann eine erhöhte Durchblutung von Lunge oder Gehirn erfolgen, welche das Krankheitsbild verschlechtert und somit die Heilung verlangsamt oder nicht möglich macht.

Transport zum Tierarzt

Wichtig: Eine telefonische Ankündigung des Notfalls beim Arzt, eventl. kann dieser schon Vorkehrungen treffen.

Beim Transport sollte darauf geachtet werden, dass das Tier rutschfest transportiert wird. Legen Sie notfalls den Boden mit Handtüchern oder ähnlichem aus. Ein Transportmittel eignen sich kleinere Käfige, Transportboxen (aus dem Fachhandel), Pappschachteln mit Lüftungsschlitze oder Holzkisten, welche sich leicht selber anfertigen lassen. Der Transport richtet sich nach dem Zustand des Vogels. Vermeiden Sie bei der Auspolsterung Plastikfolie zu verwenden oder dass der Vogel Zugluft ausgesetzt ist. Halten Sie ihn unbedingt warm und achten Sie auf die Luftzufuhr.

Bei zahmen Hausgenossen ist auch möglich, diese in einem Handtuch umwickelt zu transportieren, dann können Sie gleich Ihrem Vogel die gewohnte Geborgenheit bieten, wie z.B. Zusprechen und Kraulen an den gewohnten Stellen. Das Sie dabei kein Fahrzeug bewegen, versteht sich von selbst.

Bei erreichen des Arztes setzen Sie ihn bitte doch in einen Käfig. Im Warteraum des Arztes warten noch andere, eventl. aggressive Tiere, was Ihrem Vogel Stress zuführt oder womöglich mit Panik im Raum rumflattert und der Jagdhund den armen, schwachen und kranken Vogel versucht zu jagen.

Außerdem wird so die Ansteckung mit anderen Tieren vermieden.

Des weiteren sollten Sie dem Arzt alles zeigen, was zur Heilung und verbesserten Diagnose führen kann, mitbringen und ihm zeigen, wie z.B. Veränderter Kot, Erbrochenes, mögliche Giftquellen, Futter und ähnliches.

Im Anschluss aller Maßnahmen sollten Sie alles, mit dem Ihr Liebling in Berührung kam, gründlich und sorgfältig reinigen und desinfizieren.

Hausbesuche sind bequem und bedeuten weniger Stress für den Vogel, allerdings hat der Arzt bei ihnen weniger Möglichkeiten, den Vogel genauer und besser zu untersuchen. Es fehlen oft Gerätshaften wie z.B. das Röntgengerät. Im Ernstfall ist dann doch ein Gang zur Praxis notwendig.

Fragen, die Ihr Arzt eventl. Stellen könnte, also vorher sich folgende Punkte notieren:

  1. Alter und Geschlecht

  2. Wie lange in Ihrem Besitz

  3. Woher stammt er/Sie

  4. Haben Sie weitere Vögel

  5. Gibt es Neuzugänge

  6. Haltung, Fütterung, Veränderungen, Transport und Ausstellungen

  7. Art der Symptome

  8. Wann haben Sie die Krankheit festgestellt

  9. Entwicklung der Symptome

  10. Sind andere Tiere oder sogar Menschen betroffen

  11. Gab es schon eine Vorbehandlung

Schnabel- und Fußpflege

Allgemeines

Der Schnabel und seine Füße sind die wichtigsten Werkzeuge vom Wellensittich. Sie dienen nicht nur zur Nahrungsaufnahme, sondern auch für ihre Beweglichkeit. Der Schnabel ist dabei die fünfte Extremität. Ein Verlust würde das Wohlbefinden stark dezimieren. Deshalb muss ständig darauf geachtet werden, dass verhornte Körperteile ständig abgenutzt werden können. Eventuell müssen sie nachhelfen, indem sie Schnabel oder Krallen kürzen.

Problematik

  • Ist der Schnabel zu lang, kann der Wellensittiche Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme haben.

  • Grabmilben führen oft zu deformierten Schnäbeln

  • Überlange Krallen sind oft Ursache von schweren Verletzungen. Er kann beim Klettern oder Gehen hängen bleiben. Im schlimmsten Fall könnte er beim versuch sich zu befreien eine Kralle abreißen, was zu Blutungen führt. Nach einem solchen Vorfall ist diese Kralle für immer verloren oder wächst nur deformiert nach. Dadurch entstehen falsche Haltungen, was die Abnutzung verhindert. Dies macht eine häufige Korrektur erforderlich, oftmals einmal im Monat.

Schnäbel und Krallen bestehen aus Hornsubstanz (Kreatin) und wachsen wie unsere Fingernägel ständig nach. Diese Funktion ist lebensnotwendig, da sich durch die vielen verschiedenen Tätigkeiten die betreffenden Stellen stark abnutzen.

Folgende Gegenstände eignen sich für Wellensittiche, um die Abnutzung zu fördern und ein Nachschneiden zu verhindern

  • Sitzstangen aus Naturholz mit einer Stärke von 1 bis 2 cm. Bitte verwenden sie keine Sitzstangen aus dem Handel, die mit Sandpapier umwickelt wurden. gemäß Hersteller sollen diese gut für die Sittiche sein, aber sie schaden mehr, als wie sie nutzen.

  • Zum Abwetzen des Schnabels bieten sich Sepiaschalen, Kalksteine und Grit an.

Grabmilben (Knemidokoptes)

Das Wachstum ist von Wellensittich zu Wellensittich sehr unterschiedlich. Bei dem einen wächst der Schnabel sehr schnell, beim anderen wächst er nur spärlich nach, der andere nutzt sehr stark ab usw. Nach einem starken Grabmilbenbefall wächst der Schnabel nur noch unregelmäßig, da Teile des hornbildenden Gewebes durch die Parasiten beschädigt wurden. Oft bleiben deformierte Schnäbel zurück, die im schlimmsten Fall einmal pro Monat korrigiert werden müssen.

Vorbeugen ist besser als heilen… wenn sie ihren Sittich ausreichend mit Vitaminen und Mineralien versorgen, ist sein Immunsystem besser geschützt vor einen solchen Befall.

Im günstigsten Fall aber ist eine Kürzung nicht notwendig.

Schnabelkorrektur

Die Notwendigkeit fällt von Vogel zu Vogel sehr unterschiedlich aus. Vorraussetzung ist immer, dass die Nahrungsaufnahme ungehindert erfolgen kann. Wenn sie nicht mit dem Kürzen vertraut sind, sollten sie die ersten Male einen Fachmann (Tierarzt oder Züchter) aufsuchen, der sie einweist. Bei dieser Prozedur kann viel falsch gemacht werden, der Schnabel könnte verletzt werden. Er ist durchzogen mit Nerven und Blutgefäßen, deshalb sollten sie immer blutstillende Watte bereithalten.

Hilfsmittel

  • Spezielle Schere

  • kleine scharfe Zange

  • Feile

  • Krallenschere

Technik beim Schnabel-Kürzen

  • Den Wellensittich mit einer Hand umfassen, so dass er mit dem Rücken auf der Handinnenfläche liegt.

  • Zeigefinger und Daumen halten den Kopf unterhalb der Augen, im Bereich der Schnabelbasis.

  • Brustbein muss beweglich sein, bei zu hohen Druck kann der Wellensittich Atemnot erleiden.

  • Die Kürzung erfolgt mit der speziellen Schere und mit der Zange werden die Spitzen entfernt.

  • Um den Schnabel in Form zu bringen, sollten sie die Stellen abfeilen, so dass auch keine scharfen Kanten mehr vorhanden sind.

Technik beim Krallen-Kürzen

  • Halten sie ihn so wie beim Schnabel-Kürzen.

  • Die Länge der Kralle sollte einem Drittel der Länge eines Kreisbogen entsprechen.

  • Beachten sie hierbei die Schnittführung von oben nach schräg unten, wenn man am Vogel herab sieht.

  • Achten sie auf die schärfe der Krallenschere, sie sollte stes scharf sein, da ansonsten Quetschungen entstehen könnten.

  • Um die Blutgefäße zu erkennen, müssen den Sittich gegen eine Lichtquelle halten.

  • Kürzen sie am besten in Millimeterabständen.

  • Auch hier empfiehlt sich blutstillende Watte, denn es kann passieren, dass ein Blutgefäß angeschnitten wird, was keine Katastrophe ist. Bei sehr starken Blutungen sollten sie aber dann doch einen Tierarzt aufsuchen, wenn die Watte keinen Erfolg verspricht.

Quelle: WP-Magazin

Ozon – Eine ernsthafte Gefahr im Sommer

Was ist Ozon

Die hohe Verkehrsdichte und die große Anzahl von Kraftwerken und Industrieanlagen haben dafür gesorgt, dass die Konzentration von Stickoxiden in unserer Atemluft anstieg. Bei starker Sonneneinstrahlung entwickelte sich aus deren Spaltprodukten und dem Sauerstoff das gasförmige Ozon, was in größeren Mengen riecht und Schleimhäute angreift. In der Nacht bildet sich das Gas wieder zurück.

Mit dem Ozonloch haben die Ozonwerte wenig zu tun, wenn man davon absieht, dass es sich um dasselbe Gas handelt. Das Ozonloch in 15Km Höhe ist für uns lebensnotwendig. Es verhindert ein Durchdringen von aggressiven Strahlungen. Lücken in der Schutzhülle führen zu einem Anstieg der Hautkrebserkrankungen. Ein „flicken“ dieser Löcher ist nicht möglich.

Wirkung von Ozon auf den Menschen

Wie Ozon auf unseren Organismus wirkt ist nicht 100% erwiesen. Erwiesen ist jedoch, dass bei einer andauernder Belastung von 120 Mikrogramm Ozon pro m² Luft kaum wahrnehmbare Beeinträchtigungen der Atemfunktionen kommen. Jedoch bei höheren Werten kann es zu krankhaften Veränderungen des Lungengewebes mit Folgeschäden kommen. Jeder Mensch und jedes Tier reagiert aber nun mal anders darauf. Man geht davon aus, dass nur jeder zehnte darunter leidet.

Mögliche Folgen:

  • Kopfschmerzen

  • Müdigkeit

  • Husten

  • Reizungen des Lungengewebes

  • Entzündungen

  • je nach Anfälligkeit auch Atemnot

Wirkung von Ozon auf den Wellensittich

Vögel besitzen ein sehr komplizierteres Atemsystem als wie wir Menschen. Sowohl beim Ein- und Ausatmen kommt es am Atmungsgewebe zum Gastaustausch. Je mehr er sich bewegt, desto mehr Sauerstoff und folglich auch Ozon nimmt er auf. Zwar ist die Belastung von Ozon auf die Lungen der Vögel nicht erforscht, aber man geht davon aus, dass es dem Menschen ähnelt. So könne wir feststellen, dass die Wellensittiche in freier Wildbahn am frühen morgen und späten Abend aktiv sind. Hat die Sonne ihren Höhepunkt, so ist eine Siesta (Ruhepause) in den Bäumen angesagt.

Maßnahmen zur Reduzierung der Aufnahme von Ozon

  • Im Sommer die Tiere vor stärkeren Aktivitäten abhalten (z.B. betreten der Voliere während der Mittagszeit. Es sollte möglichst ruhig bleiben, damit sie ihre Plätze aufsuchen und dösen. In dieser Zeit ist die Atmung wesentlich ruhiger.

  • Es ist auch möglich die Wellensittiche zur Mittagszeit in die Innenräume zu verbannen, dann aber sollten diese kühl und nicht stickig sein.

  • Wenn sie vom Einsperren absehen möchten, sollte die Außenvoliere nicht ganz der Mittagssonne ausgesetzt sein. Bei starker Sonneneinstrahlung fangen die Wellensittiche dann an zu hecheln und nehmen durch die erhöhte Atmung noch mehr Ozon auf.

  • Innenräumen sollten nur morgens und am späten Abend gelüftet werden, so herrscht dort ein Minimum an Ozon.

  • Den Käfig ebenfalls nur am morgen und abend auf den Balkon stellen und zur Mittagszeit wieder in die Wohnung holen.

Quelle: WP-Magazin 04/ 1997

Kraulen sie ihren Wellensittich gesund

Allgemeines

Vogelhalter wissen oft keinen Rat, wenn Ihr Sittich oder Papagei launisch wird, beißt, schreit oder gar krank wird. Dann versuchen viele, den Vogel wieder loszuwerden. Oft fängt damit ein Trauerspiel an, denn der Vogel wandert zum nächsten Besitzer, der wiederum nicht erkennt, dass der Vogel ein Problem hat. Der kann sich schließlich nur über seine „Sprache“ äußern, und die läuft über die Möglichkeiten des Schnabels: Fressen oder Nicht-Fressen, Lautgebung oder zuviel Geschrei, sich putzen oder Federnausreißen. Und genau hier können wir Menschen mehr helfen, als wir glauben.

Wenn Sie nur einen Papagei oder Sittich haben, dann Sieht er in Ihnen einen Ersatzpartner, der einige soziale Aufgaben auf sich zu nehmen hat. An erster Stelle steht hier das Kraulen und Putzen, eine Lieblingsbeschäftigung der Papageienvögel. Sie ziehen nicht nur die Federn durch den Schnabel und versorgen Sie dabei mit dem Federpuder der Bürzeldrüse, sondern berühren auch mit der Schnabelspitze spezielle Punkte und Regionen auf der Haut. Sie haben sicher schon oft gestaunt, wie gelenkig Ihr Vogel ist. Er kommt praktisch überall mit seinem Schnabel hin, nur nicht an den Kopf. Aber dafür kann er seine Füße benutzen.

Sie können tatsächlich vorbeugend etwas für Ihren Vogelliebling tun, ohne Medikament, nur mit Ihren Händen. Ihre Hände sind dabei Energiespender, und Ihr Vogel ist Energieempfänger.

Die alten Chinesen haben schon vor 3000 Jahren spezielle Energiepunkte auf dem menschlichen Körper entdeckt, die man mit feinsten Nadeln stimulieren kann und die im Falle einer Krankheit dazu dienen, das Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele wiederherzustellen. So entstand die Akupunkturlehre der chinesischen Medizin. Was aber kaum bekannt ist: Die Chinesen haben zuerst diese Akupunkturpunkte auf dem Vogelkörper, genauer: auf dem Körper des Huhns, gesucht und und gefunden.

In Amerika ist man schon lange in der Lage, im Krankheitsfall mit winzigen Nadeln einen Vogel zu akupunktieren und so wenig wie möglich seinen zarten Organismus mit Antibiotika zu strapazieren. In Deutschland ist die Vogel-Akupunktur noch neu, und nicht jeder ist in der chinesischen Medizin zu Hause.

Das Interessante an der Sache ist, dass wir nur die Vögel bei Ihrer Gefiederpflege beobachten müssen, um Ihre Energiepunkte zu erkennen, und eigentlich jeder, der einen Vogel streichelt oder krault, automatisch bestimmte Punkte und Zonen berührt, die dem Vogel angenehm sind. Es geht also im Grunde nur darum, diese Punkte und Zonen näher kennenzulernen. Wir Menschen haben die Energiepunkte am Vogelkörper nicht erfunden, sondern nur entdeckt. Jeder Vogel ist der beste Lehrmeister.

Was ist ein Energiepunkt?

Man kann sich das so vorstellen, dass die Organe, die Nervenbahnen, der Blutkreislauf und die Hormonproduktion verschiedene starke Energie nutzen, um zu funktionieren und Energie abgeben, z.B. als Wärme und Kraft zu leben. Die Energiesender bilden gleichsam elektrische Leitungen, die an bestimmten Punkten auf der Haut zusammenstoßen und hier einen kleinen Energiehöhepunkt bilden.

Was ist eine Reflexzone?

Darunter versteht man eine kleine Hautfläche, die beim Berühren bestimmte Reize an den Organismus aussendet. Die bekanntesten Reflexzonen liegen beim Menschen an den Füßen. Werden Sie masSiert, dringt der Reiz in alle Organe. So hat jede Reflexzone Ihren Gegenpart in einem Organ.

Genauso, aber viel einfacher, verhält es sich beim Vogel, weil er viel weniger Reflex- und Energiepunkte hat als wir Menschen. Da die Reflexzone größer ist als ein einzelner Energiepunkt, kann man Sie gut mit dem Finger masSieren oder streicheln, während man bei den Punkten auch ein wenig Fingernagel bei der Kraulmassage einsetzt. In beiden Fällen sprechen wir auch von der „Akupressur“.

Was hat es mit den Energiepunkten auf sich?

Das Fantastische an den Energiepunkten ist, dass durch Sie von der Haut aus die Organe, das Drüsensystem, das Nervensystem, die Muskeln, kurzum: der ganze Organismus stimuliert werden kann. Diese Energiepunkte können Sie sich wie kleine Quellen vorstellen, wo die Energie gebündelt und heftig sprudelt.

Das bedeutet

Sie können über den Hautkontakt an bestimmten Stellen und Punkten Ihrem Vogel viel Wohlbehagen bereiten und außerdem seinen Organismus im Sinne einer Gesundheitsvorsorge in Harmonie halten.

Will man Gesundheit definieren, könnte man sagen, Sie ist das Gleichgewicht zwischen Stärken und Schwächen. So wie jeder von uns Menschen seine Schwachstellen hat – dem einen schlägt etwas auf den Magen, dem anderen auf die Galle, einem dritten auf die Leber-, sind auch Tiere mit Stärken und Schwächen ausgestattet. Wenn die Schwächen in menschlicher Obhut, die ja immer eine Gefangenschaft bedeutet, zunehmen, wird der Vogel krank. Aber er kann sich nicht in unserer Sprache äußern. Die Kraulmassage aber wirkt oft Wunder im Krankheitsfall, noch besser ist natürlich, wir lassen es gar nicht erst so weit kommen und masSieren den Vogel schon im gesunden Zustand, damit das Energiegleichgewicht erhalten bleibt.

Können Fußringe dem Wellensittich gefährlich werden?

Einleitung

Zur Kennzeichnung des einzelnen Wellensittichs wurden damals Ringe aus Metal benutzt. Heutzutage dienen Kunststoffringe, welche nicht ganz so stabil sind, wie ihre Vorgänger.

Warum muss der Vogel einen Fußring tragen?

Das ergibt sich aus dem § 61d Abs. 1 Satz 4 Viehseuchengesetz. Darin ist enthalten, dass jeder Wellensittich gekennzeichnet werden muss, um einer Seuche (Papageienkrankheit) vorzubeugen bzw. den Ursprung des Vogel nachzuvollziehen. So lässt sich anhand des Ringen erkennen, woher der Wellensittich seinen Ursprung hat.

Sollten es einmal vorkommen, wir wollen aber den Teufel nicht an die Wand malen, dass der Wellensittich ausbüchst und wir nehmen an, dass dieser von einem Vogelfreund gefunden wird und dass dann der Wellensittich als gefunden gemeldet wird, dann besteht eine große Chance, dass Sie Ihren Liebling wieder zurück bekommen. Denn wie oben geschildert, lässt sich der Ursprung verfolgen und wenn der Züchter ein Verkaufsbuch führt und Ihre Daten dort eingetragen hatte, dann wird man Sie als Halter ausfindig machen.

Anatomie

Der Ring wird am Fuß getragen, nicht wie manchmal angenommen am Unterschenkel, dieser beginnt erst oberhalb des nächsten Gelenkes.

Problematik

Das Tragen ist leider nicht ganz ungefährlich, so können sich folgende Gefahrensituationen ergeben:

  • Ringe können durch ständiges Bearbeiten mit dem Schnabel geöffnet werden (eher seltener).
  • Die Ringe können sich, beim Klettern am Gitter oder Draht, leicht durch den Spalt schieben. Die Wellensittiche bleiben dann dort hängen und können sich im schlimmsten Fall den Fuß stark verletzen. Wird dieser Fall nicht rechtzeitig bemerkt, verenden die Vögel elendig.
  • Ringe könnten zusammengedrückt werden und dann den Fuß abschnüren oder einwachsen.

Wichtig ist es, dass der Züchter die richtige Ringgröße auswählt. Der Ring darf den Vogel nicht in seiner Bewegungsfreiheit einschränken:

Zu große Ringe könnten sich nach beim Bewegen nach oben auf den Unterschenkel schieben und das Gefieder abwetzen und somit Entzündungen verursachen. Erfahrungen zufolge heilen diese Wunden sehr schlecht, da die Ringe die Wunden immer wieder aufs Neue entzünden. Erschwerend kommt noch hinzu, dass der Wellensittich die Stelle mit dem Schnabel bearbeiten könnte.

Bei zu weiten Ringen kann es auch vorkommen, dass sich kleinere Äste oder ähnliche Gegenstände unter den Ring schieben und der Wellensittich hängen bleibt, was wiederum zu Knochenbrüchen oder anderen Verletzungen führt.

Bei geschlossenen Ringen, welche zu eng anliegen, kann es beim ausgewachsenen Vogel, welcher einen stabilen Knochenbau besitzt, vorkommen, dass der Ring einwächst und der Fuß abgeschnürt wird.

Auch Ringe die eigentlich passen, können den Fuß abschnüren, wenn dieser durch eine Verletzung anschwillt. Häufig bilden sich Schwellungen in der Nähe des Ringen nicht wieder zurück, da der Ring ständig auf die Stelle drückt.

Eine weitere Ursache fürs Anschwellen können Fremdkörper unter dem Ring sein, welche Entzündungen hervorrufen.

Abhilfe

In allen oben beschriebenen Fällen kann nur das Entfernen des Ringes für Abhilfe sorgen. Diesen Eingriff sollte aber nur ein Fachmann, wie zum Beispiel ein Tierarzt, durchführen. Denn es wird spezielles Werkzeug benötigt, gerade für umschlossene Ringe eine Zange und bei tief eingewachsenen eine Säge. In beiden Fällen kann man schnell abrutschen und den Vogel verletzen.

Lassen Sie sich auch den Eingriff gleich vom Tierarzt schriftlich Bestätigen, denn die Kennzeichnungspflicht besteht in Deutschland nun einmal. Ringe dürfen nur entfernt werden, wenn diese dem Vogel schaden. Reden Sie mit der zuständigen Behörde wegen einer zukünftigen Kennzeichnung, zum Beispiel eine Alternative mittels Mikrochip.

Achten sie also täglich auf die Ringe Ihrer Lieblinge, nur so lassen sich Probleme frühzeitig erkennen.

Fazit

Ist eine Kennzeichnung noch heutzutage erforderlich? Meiner Meinung nach nein, denn Wellensittiche werden nicht mehr importiert sondern stammen nur noch aus Nachzuchten. Die Papageienkrankheit ist in Deutschland nicht mehr so gefährlich und schnell behandelbar beim Menschen. Außerdem sollte man sich fragen, ob die Ringe mit dem Tierschutzgesetz vereinbar sind, wenn von ihnen die oben beschriebenen Gefahren ausgehen. Bei Papageien soll es auch vorkommen, dass die Ringe so benagt werden, dass die Kennzeichnung nicht mehr zu erkennen ist. Macht diese dann noch Sinn?

Quelle: WP-Magazin

Ist Leitungswasser gefährlich

Einleitung

Erst neulich lass ich in einem WP-Magazin aus dem Jahre 1995 einen Bericht über Leitungswasser, ob dieses gefährlich für Wellensittiche sei oder nicht. Anregung für dieses Thema war eine Lesernachfrage unter Berufung eines Schreibens der tierärztlichen Hochschule von Hannover. Diese schrieben in ihrem Blatt „Hinweise zur Haltung und Fütterung von Ziervögeln“, dass nur stilles natriumarmes Mineralwasser angeboten werden sollte. Beweise für diese Theorie gab es nicht, nur die Vermutung, dass die Todesursache (in drei Fällen) Schadstoffe im Trinkwasser gewesen sein könnten, da sich die Leber verdichtet hatte. Dieser Theorie ging das WP-Magazin auf den Grund und stellte dabei fest, hier möchte ich das Ergebnis schon vorweg nehmen, dass Leitungswasser keineswegs gefährlich für unsere Ziervögel ist. Aber lesen Sie auch die folgende Recherche:

Das Leitungswasser

Eine Nachfrage bei den städtischen Wasserwerken ergab, dass unser Leitungswasser das am besten überwachte Lebensmittel ist, dass es in Deutschland gibt. Die Qualität wird in der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) vom 1. Oktober 1986 festgelegt. Diese Verordnung beruht auf das Seuchengesetz, dem Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz und den Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft (80/ 778 EWG).

Nach § 11 Bundesseuchen-Gesetz muss das Trinkwasser so beschaffen sein, dass durch den Genuss oder Gebrauch keine Schädigung für die menschliche Gesundheit zu befürchten ist. Der Geltungsbereich erstreckt sich von der Wassergewinnung bis hin zum Wasserhahn beim Verbraucher. Hier zeigt sich der erste Unterschied zum „Stillen Wasser“, denn hier können die Händler nicht gewährleisten, dass die mikrobiologische Zusammensetzung am Verkaufstag noch so gut ist wie am Tag der Abfüllung und wie es die Trinkwasserverordnung verlangt. Ein Öko-Test verfasste hier einen deutlichen Pluspunkt für das Leitungswasser gegenüber den im Handel angebotenem Mineralwasser.

Im Bezug auf die Grenzwerte für Leitungswasser ist bestätigt, dass die Anforderungen die gleichen sind, wie die beim Mineralwasser:

  • Arsen 0,04 mg/l

  • Blei 0,04 mg/l

  • Cadmium 0,005 mg/l

Es besteht also, auch in Hinsicht der Schwermetalle, keinen Grund, auf Leitungswasser zu verzichten, eher im Gegenteil, auch in mikrobioeller Hinsicht ist dieses Wasser einwandfrei. Eher wird die Luftverschmutzung in den Ballungszentren der Großstädte als Problem angesehen. Quelle: Dipl. Chemikerin Ingrid Rückert vom Pforzheimer Untersuchungsamt

Wer also doch nur „Stilles Wasser“ anbieten möchte, sollte auch dann auf das Badewasser achten, denn Wellensittiche können die Gefäße nur nach Größe unterscheiden und nicht danach, wie es der Halter beabsichtigt. Schnell wird die Badewanne zum Trinkbecher, da dieses Wasser oftmals auch kühler ist!

Fazit

Es besteht also keine Gefährdung für kleine Vögel, wenn Leitungswasser als Trinkwasser angeboten wird.

Hier noch einige Hinweise, wie Erkrankungen über Trinkwasser verhindert werden können

  • Trinkgefäß täglich reinigen und gut abspülen, so dass keine Reste vom Spülmittel vorhanden sind

  • nur frisches Wasser verabreichen

  • das Wasser sollte nur maximal 24 Stunden im Käfig belassen werden, besser natürlich alle 12 Stunden

  • wenn sich Kot oder Futterreste im Napf angesammelt haben, diese unverzüglich entfernen, besser Napf auswechseln

  • es besteht auch die Möglichkeit, abgekochtes Wasser zu verabreichen, so werden auch die letzten keime abgetötet

  • nach einem Urlaub Wasserleitung gut durchspülen, damit Krankheitskeime ausgeschwemmt werden

Sollten sie eine eigene Hauswasserversorgung haben, dann ist Vorsicht geboten, da die Grenzwerte hier überschritten werden können, wie zum Beispiel bei Häusern mit alten Bleirohren. Informieren sie sich vorher, ihrer Gesundheit und der Gesundheit ihrer Mitbewohner zuliebe. Dieser Bericht bezieht sich auf die Leitungen der städtischen Wasserwerke.

Quelle: WP-Magazin

Ionisatoren

Vorwort

Seit den letzten 100 Jahren hat der Mensch dramatische Veränderungen an seiner natürlichen Umwelt vorgenommen. Chemikalien, Kunststoffe, Düngemittel, Herbizide, Pestizide, Abgase aller Art haben sowohl unsere Raumluft wie auch unsere Umgebungsluft zum Teil drastisch verschlechtert. Die Umgebungsbedingungen des neuen Jahrhunderts setzen unseren Organismus einem gewaltigen Stress aus. Ein gut funktionierender Organismus ist die beste Möglichkeit, unsere Gesundheit sicher zu stellen, wenn er nicht gut funktioniert, werden wir krank.

Von besonderer Wichtigkeit für unser Wohlergehen ist die Qualität der Luft, die wir atmen. Wir haben aber nur wenig oder keine Kontrolle über die Zusammensetzung unserer Atemluft und müssen 10.000 Liter pro Tag einatmen. Diese Luft ist zum Teil so verschmutzt, dass Sie in der Lage ist, schleichend unseren gesamten Organismus zu vergiften. Die aktuellen Untersuchungen über weltweite Klimaänderungen zeigen, dass sich die Luftqualität in den nächsten Jahren weiter verschlechtern wird.

Funktionsprinzip von Luft-Ionengeneratoren

Unter Einwirkung einer elektrischen Spannung (typischerweise 7000 V) werden Elektronen, d.h. negativ geladene Teilchen, freigesetzt. Diese lagern vor allem an Feinstäuben, Keimen und Bakterien an, so daß sehr effektiv aus der verschmutzten Luft Staub, Zigarettenrauch, Pollen, Ruß etc. entfernt werden. Es werden jedoch nicht nur Schwebstoffpartikel aus der Raumluft neutraliSiert, sondern auch gasförmige Anteile verringert, wie z.B. Formaldehyd, Schwefeldioxid und Kohlenwasserstoffverbindungen.

Die Luft wird schon vor dem Einatmen gereinigt!

Wenn das Ionenverhältnis gestört ist, die Luft zu viele positive Sauerstoffionen, wie z.B. bei Wetterumschwung oder Föhn, enthält, reagieren viele Menschen mit Depressionen, Schlafstörungen, Migräne, Kreislaufbeschwerden, Narben- und Wundschmerzen sowie allgemeinem Unwohlsein und Gereiztheit.

In der freien Natur befinden sich je nach Ort, Tageszeit und Wetterlage in einem cm3 Luft 0 bis 50.000 Ionenpaare positiver und negativer Sauerstoffionen im Verhältnis 1 : 1,4. Dagegen weicht die Luftionenkonzentration in geschlossenen Räumen erheblich von der in der natürlichen Umgebung vorkommenden ab.

Konzentration von Luft-Ionen in unterschiedlichen Lebensbereichen

Typische Kleinionen-Konzentration im Überblick

Umgebung Konzentration
  • Wasserfall, Wald
  • 50.000 Ionen/cm3
  • Gebirge, Meer
  • 5.000 Ionen/cm3
  • Stadtrand, Wiesen, Felder
  • 700-1.500 Ionen/cm3
  • innerstädtische Parkanlagen
  • 400-600 Ionen/cm3
  • Bürgersteige
  • 100-200 Ionen/cm3
  • innerstädtische Wohnungen
  • 40-50 Ionen/cm3
  • geschlossene, klimatiSierte Räume
  • 0-25 Ionen/cm3

Durch künstliche Ionisation, z.B. mit den Airbutler-Produkten, kann die natürliche Konzentration an negativen Luftionen wiederhergestellt werden. Diese Generatoren erzeugen zwischen 20.000 bis 1,200.000 Ionen/Sekunde. Zum Erhalt einer ausreichenden Ionendichte sollte bei einer Raumtemperatur von ca. 20° C die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 65 % liegen.

Auswirkungen von Luft-Ionen auf die Gesundheit

Konzentration

Korrelation

  • £ 50 Ionen/cm3
  • bewirken physiologische Störungen
  • 1.000-2.000 Ionen/cm3
  • sind minimale Voraussetzung für Gesundheit
  • 5.000-50.000 Ionen/cm3
  • verbessern die körpereigene Abwehr und Widerstandsfähigkeit
  • 50.000-100.000 Ionen/cm3
  • töten Bakterien und verringern Infektionskrankheiten
  • 100.000-500.000 Ionen/cm3
  • fördern die Selbsterholung des Körpers von Krankheiten

 

Wie lange leben Luft-Ionen?

Diese anscheinend einfache Frage ist nur schwer zu beantworten. Ionen sind elektrisch geladene Atome oder Moleküle und streben einem neutralen Zustand zu.

Einige werden direkt nach Ihrer Entstehung neutraliSiert, andere existieren je nach Umgebungs­bedingungen länger. Durch den Einsatz von Ionisatoren kann sich in Räumen ein ähnlich dynamisches Gleichgewicht einstellen wie in der „ungestörten“ Natur. Deshalb ist es sinnvoll, Ionengeneratoren in geschlossenen Räumen im Dauerbetrieb zu betreiben. Sie können keinen Schaden anrichten.

Wo können Ionisationsgeräte eingesetzt werden?

Ionisationsgeräte können überall eingesetzt werden. Durch das Prinzip der Ionisation werden Partikel aus der Luft entfernt und durch die produzierten Kleinionen wird die Raumluft verbessert. Sie erleben ein Gefühl wie nach einem reinigenden Gewitter. Zusätzlich neutraliSieren AIRBUTLER Ionisatoren auch alle Gerüche.

Vorteile für Tierbesitzer?

Dadurch ergeben sich speziell für Tierbesitzer unschätzbare Vorteile. Die von den Lieblingen abgesonderten ( oft allergenen Partikel ) werden aus der Luft eliminiert und sind daher speziell für allergische Personen eine unschätzbare Hilfe. Aber auch die von Tieren ausgehenden Gerüche werden verläßlich neutraliSiert. Ohne Chemie. Sie werden feststellen, daß Katzen aber auch Hunde die Nähe von Ionisationsgeräten suchen und sich gerne in deren Nähe aufhalten.

Auch die wartungsarme Bauart aller Geräte wird Sie begeistern. Die aus der Luft gebundenen Partikel sind schnell mit warmen Wasser und Spülmittel entfernt. Sie brauchen keinen Filter zu wechseln bzw. erneuern. Und speziell der AIRBUTLER JAMES ist LAUTLOS, da er kein Gebläse benötigt!

Wie teuer ist die Airbutler Luft-Ionisation?

Die Gerätekosten liegen zwischen € 36,– für den Einsatz im Auto und € 130,– bis € 330,– für Geräte in Wohnräumen und Seminarräumen.

Ein typisches Gerät verbraucht 5 W/Stunde, das entspricht ca. € 8,– pro Jahr an Stromkosten bei Dauerbetrieb. Alle Geräte sind für den Dauerbetrieb ausgelegt.

Quelle und Verfasser

Robert Loserl
Lüfteneggerstraße 12/1/7
A – 4010 Linz
Tel.: +43-70-770 444
Fax.: +43-70-79 75 44
email: office@airbutler.com
http://www.airbutler.com

Hilfe, mein Wellensittich ist zu fett

Einleitung

Die häufigste Ursache für Fettleibigkeit bei Papageien, Sittichen, Wellensittich und Vögeln ist Bewegungsmangel oder fehlende Beschäftigungsmöglichkeiten.

In der freien Wildbahn sind die Tiere den ganzen Tag mit Nahrungssuche, Balz, Flugstunden und Gefiederpflege beschäftigt und verbrennen dabei viele Kalorien, wie im Gegensatz zu den meisten Heimvögeln.

Diese leben im schlimmsten Fall in zu engen Käfigen ohne Freiflug und haben prall gefüllte Fressnäpfe. Demnach brauchen sie sich kaum bewegen und setzen immer mehr Fettpolster – auch Depotfett genannt – an, die ja auch in freier Wildbahn überlebenswichtig wären, aber nicht für unsere Heimvögel.

In der Regel setzen nur Papageien Depotfett an, die weite Strecken überbrücken müssen, um an Nahrungsquellen zu gelangen. Für sie muss ausreichend Energie geliefert werden können, wie zum Beispiel bei den Nymphensittichen, Wellensittichen und Bourkesittichen. Andere Arten bräuchten diese Reserven in der Regel nicht.

Problematik

Wir Menschen – nicht alle – wissen was gut und was nicht gut für uns ist. Den Vögeln ist es egal wie sie aussehen und fressen munter weiter. Sollte ihnen mal ein Spiegelbild begegnen, so denken sie vielleicht, man, war ist das für ein lustiges Pummelchen?

Zum Bewegungs- und Beschäftigungsmangel kommt in der Regel noch eine Fehlernährung hinzu. Viele Halter halten leider Körnermischungen und Hirsen für ausreichend, begehen damit aber einen großen Fehler und unterliegen einem Irrglauben.

Sämereien in Hirsen oder ähnlichen Knabberstangen enthalten viel zu viel Fett und sollten nur in Maßen zu bestimmten Anlässen gereicht werden. Z.B. immer nur Sonntags oder als Belohnung.

Papageien die nur mit Körnern ernährt wurden, werden die Frischkost verschmähen, die ihnen plötzlich angeboten wird. Sie kennen diese Kost einfach nicht und misstrauen dieser. Womöglich dauert es Wochen oder mehr bis der Vogel den ersten Bissen wagt, hier ist ihre Geduld und Durchhaltevermögen gefragt.

Fettsucht ist kein Kavaliersdelikt! Übergewicht kann wie beim Menschen zu schweren Erkrankungen führen bis hin zum Tod.

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  • Mittelwert vom gebrauchten Körnerfutter ermitteln
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Nicht alle Arten werden „dick“

Arten Neigung zu…

Amazonen, Kakadus, Nymphensittiche, Mönchssittiche und Wellensittiche

Sie neigen zur Bildung von Fettpölsterchen und Fettdepots an Bauch, Oberschenkeln, Brust und im Kloakenbereich.

Graupapageien, Unzertrennliche und Langflügelpapageien

Sie haben eher selten Gewichtsprobleme, lagern aber Fett in den Herzkranzgefäßen ab und sterben früh an Arteriosklerose

Wie erkenne ich Übergewicht?

Leider gibt es kein „optimales Gewicht“, denn durch die Domestikation und Zuchtmutationen ist die durchschnittliche Körpergröße bei den Papageien angestiegen und kann daher von den Nominatformen abweichen.

  • Wenn sie z.B. das Gefieder befeuchten und zur Seite streichen, dann erkennen sie anstatt des dunklen Muskelfleisches hellgelbes Fettgewebe.
  • Das Atmen scheint den Tieren Schwierigkeiten zu bereiten
  • Die Toleranzgrenze für hohe Temperaturen sinkt
  • Übergewichtige Vögel atmen eventuell mit geöffnetem Schnabel und lassen die Flügel herunterhängen
  • Auch nach kurzen Anstrengungen kommt es zu einer „japsenden“ Atmung und der Vogel braucht Erholung

Was habe ich zu tun, wenn ich Übergewicht erkenne?

Auf keinen Fall den Vogel auf eine sofortige Diät setzen. Die eingeleiteten Maßnahmen können dem bereits geschädigten Organismus noch mehr Schaden zufügen. Eine Radikalkur ist nicht der Weg und führt zu mehr Stress!

Suchen Sie umgehen den Tierarzt auf und veranlassen Sie einen „Check-Up“. Dieser wird ihnen einen Ernährungsplan aufstellen und mitteilen, wie die weiteren Tagesabläufe auszusehen haben. Falls nicht, würde ich einen anderen Tierarzt aufsuchen.

Problem erkannt, Gefahr aber noch nicht gebannt

Da Papageien konservativ sind, werden sie ihre Maßnahmen nicht verstehen und vielleicht bockig sein. Der nun bestrittene Weg zur besseren Gesundheit ist langwierig. Am besten fängt man an, den Bewegungsradius zu vergrößern. Gönnen sie ihm einen größeren Käfig, am besten eignen sich Volieren, wo auch einige Flügelbewegungen erforderlich sind, um an die andere Seite zu gelangen.

Richten sie den Käfig so ein, dass der Vogel von Ast zu Ast springen kann oder längere Distanzen klettern muss. Futter- und Wassernäpfe getrennt aufbauen.

Wählen Sie Spielzeug aus, dass zum beschäftigen einlädt, aber Vorsicht bei der Wahl. Bereitet dem Vogel ein Spielzeug angst, so kann er zum Rupfer werden, weil sich immerzu ein Gegenstand in seinem Bereich befindet, der ihm angst macht.

Reichen sie öfters frische Äste zum benagen, vor allem dann, wenn der Vogel eine längere Zeit im Käfig verbringen muss.

Tipp:

Teilen Sie nie Ihre Nahrungsmittel mit ihrem Heimtier. Auch wenn es noch so schwer fällt, aber dem Tier bekommen unsere Nahrungsmittel nicht. Zucker und Gewürze wirken sich negativ auf den empfindlichen Organismus aus.

Besitzt der Vogel einen Freisitz, so stellen Sie diesen je nach seiner vorhandenen Kondition auf. Der Abstand kann von mal zu mal verringert werden. Etwa einen halben Meter pro Tag, machen Sie aber ruhig mal ein paar Tage pause, um den Vogel nicht zu strapazieren. Ist es Ihr Vogel gewöhnt zum Freisitz getragen zu werden? Warum? Locken Sie ihn lieber dorthin, vielleicht mal mit einem Leckerlie, fettreduziert versteht sich!

Übung machen den Meister

Für die Sitzgelegenheiten eignen sich Gegenstände die gleichzeitig den Gleichgewichtssinn beanspruchen, wie zum Beispiel Ringe und Seile.

Falls Sie wie ein Pirat den Vogel gerne durch die Wohnung tragen so sollten Sie diese Angewohnheit lieber sein lassen. Dies hat zur Folge, dass der Vogel sich lieber tragen lässt, als zu Fliegen oder zu Klettern, wenn er den Käfig verlässt. Auch wenn er protestiert, gewöhnen Sie ihn daran.

Wenn Sie den Raum wechseln, dann rufen sie ihm zu, damit er auch notfalls zu Fuß den Raum wechselt.

Lassen Sie sich ruhig einige Bewegungsspiele einfallen, z.B. lieben es einige Arten sich an ein Handtuch zu hängen und sich von Ihnen hin und her schaukeln zu lassen. Ihre Fantasie und Einsatz ist gefragt. Es können regelrechte Sportprogramme aufgestellt werden.

Bewegung alleine reicht nicht aus

Viele Papageien sind Körner-Abhängig und weigern sich, Grünfutter und Obst anzunehmen. Ich kann nur sagen: Geduld, geduld und geduld… einfach immer wieder anbieten, irgendwann wird er sich schon rantrauen! Oftmals wird empfohlen, das normale Körnerfutter nach und nach zu reduzieren und dieses nach sechs bis acht Wochen durch extrudiertes Futter (Pellets), Gemüse und Obst zu ersetzen.

Allerdings kann die Konsequenz sein, dass ihr Tier durch diese dramatische Umstellung, Nahrung verweigert, hungert, aggressiv und apathisch wird.

Wenn Ihr Tierarzt ein Ernährungkonzept aufgestellt hat, so beherzigen Sie dies auch, gerade wenn der Papagei bereits Schänden von der Fettleibigkeit davon getragen hatte.

Überdenken Sie auch die Fütterungsgewohnheiten. Füllen Sie den Napf einmal am Tag, womöglich randvoll?

Wie wäre es mit einem Frühstück, danach den Napf leeren und sich dann ausgiebig mit Vogel beschäftigen, um ihn vom Fressen abzulenken. Es sollten dann aber auch zwei bis drei weitere Mahlzeiten am Tag gereicht werden.

Verändern Sie die Zusammensetzung vom Futter, falls Ihr Veterinär nicht etwas anderes verordnet hat. Wenden Sie sich an einen Futterhändler und lassen sich eine fettarme Futtermischung zusammenstellen, ohne Sonnenblumenkerne, Erdnüsse und Kardisaat.

Wen die erste Hürde genommen ist

Von nun an können Sie langsam vom normalen Körnerfutter zum gesunden Fressen mit viel Obst und Gemüse wechseln. Kontrollieren Sie aber täglich, ob Ihr Papagei genug frisst.

Dabei sollte auch der Kot kontrolliert werden. Legen Sie eine Tageszeitung auf den Käfigboden und überprüfen Sie die Beschaffenheit der Kothäufchen.

Sollte sich diese Kot-Beschaffenheit ändern, suchen Sie am besten den Tierarzt auf.

Psychologie ist alles

Papageien ahmen unsere Vorlieben für Nahrungsmittel nach. Wenn wir voller Genuss in Pizza, Chips und Pommes beißen, so wird er diese auch lieben. Geben Sie ihm wiederum Gemüse mit einem säuerlichen Gesicht, so wird er sich dafür bestimmt nicht begeistern.

Essen sie mit voller Genuss, besser Sie lassen sich füttern, di betreffenden Nahrungsmittel. Irgendwann siegt die Neugierde und Ihr Papagei wird sich darum reißen, einmal etwas ab zu bekommen.

Bei der Ernährung können Sie ruhig erfinderisch sein. Karotten müssen nicht immer nur am Stück gereicht werden. Man kann sie in Scheiben schneiden, raspeln, kochen, als Brei servieren oder gar als Saft reichen. Haben Sie schon einmal eine Karotte kopfüber am Käfigdach befestigt.

Zum Beginn eignen sich folgende Sorten:

  • Äpfel
  • Weintrauben

später dann:

  • Karotten
  • Brokkoli
  • Süßkartoffeln

Sie sollten auch auf die Portionen achten. Für kleinere Arten ist eine Weintraube wie für uns Menschen eine Wassermelone. Würden Sie fünf Melonen essen?

Arten

Mögliche Folgen

Alle Papageien

Leberverfettung, Stoffwechselstörungen, Pigmentveränderungen der Federn, Bewegungsstörungen (Gelenke) durch Übergewicht, ZNS-Störungen, Herzerkrankungen, Erkrankungen des Pankreas und Tod

Männliche Arten

Unfruchtbarkeit

Weibliche Arten

Unfruchtbarkeit und vermehrtes Auftreten von Legenot

Wellensittiche

Stark anfällig für Fettleibigkeit und entwickeln häufig Lipome (Fettgeschwulste)

Rosakakadus, Kleine Gelbhaubenkakadus, Edelpapageien, Amazonen und Loris

Stark anfällig für Übergewicht und den daraus folgenden Störungen und Erkrankungen

Quelle: WP-Magazin Mai/ Juni 2004

Haltung von gehandikapten Wellensittichen

Allgemeines

Aufgrund seiner „pflegeleichten“ Haltung, den zahlreichen Zuchtbeständen und der leichten Zähmbarkeit, zählt der Wellensittich zu den beliebtesten Haustieren. Kein Wunder das in Deutschland schätzungsweise mehr als sechs Millionen Wellensittiche, zum größten Teil in privaten Haushalten, leben. Wie beim Menschen entscheiden plötzliche Ereignisse über das Leben des kleinen Gesellen. In Sekunden kann der noch gesunde Wellensittich schnell zum Pflegefall werden. Nicht nur an den Vogel, sondern auch an den Pfleger werden noch mehr Anforderungen gestellt, um den Wellensittich noch ein schönes Leben zu gewährleisten. Denn sie sind werden gleich doppelt bestraft. Sie müssen mit der neuen Behinderung leben und zurecht kommen und andererseits wollen sich die Halter dem kranken Vogel nicht mehr annehmen und schicken diesen ins Tierheim, wo er auch als „nicht vermittelbar“ bleiben wird. In der Regel finden die neuen Käufer das Tier nicht attraktiv und somit steht die Behinderung der Vermittlung im Wege, es sei denn, es gibt Halter, die kranke Tiere bei sich aufnehmen und artgerecht pflegen.

Eine von diesen Vorbildern ist zum Beispiel Gaby Schulemann (www.Birds-Online.de). Sie hält diverse Wellensittiche, die in ihrer Vogelstube einen Platz bekommen haben oder abgegeben wurden. Manche Fälle sind sehr tragisch, aber durch ihre Liebe und Fürsorge haben es die befallenen Tiere geschafft, mit ihrer Behinderung zu leben und sogar neuen Lebensmut zu fassen

Problematik

Der Halter muss sich den neuen Aufgaben bewusst sein, denn nicht immer ist ein Gang zum Tierheim notwendig. Mit einigen baulichen Veränderungen kann man meist vieles meistern. Unvermeidlich bleiben auch die Besuche beim Tierarzt, die ein kranker Vogel öfter in Anspruch nehmen muss als ein gesunder, was wiederum mit höheren Kosten verbunden ist. Bewohnen noch weitere Haustiere die Wohnung, können hier wiederum neue Probleme auftreten. Denn ein kranker Wellensittich, der die meiste Zeit vom Tag auf dem Boden verbringt, ist durch Fußtritte, Hunde oder ähnlichem besonders gefährdet. Er könnte zerquetscht oder gefressen werden. Die Verantwortung und der tägliche Zeitaufwand steigt mit dem Grad der Behinderung. Auch zum Thema Urlaub muss man sich vorher Gedanken machen. Wer hat die nötigen Kenntnisse und die Muße den kranken Vogel in ihrer Abwesenheit zu pflegen? Ich möchte nicht abschreckend klingen einen Pflegling zu halten, denn für jedes Problem gibt es auch Lösungen! Wir werden in diesem Bericht auch näher auf einzelne Behinderungen eingehen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Im Bereich Erfahrungsberichte können sie mithelfen, anderen Haltern mit ihren Erzählungen und Ratschlägen beiseite zu stehen.

Eines darf man auch nicht vergessen, sie müssen die obere Ebene verlassen und auch Gefahren/ Angriffspunkte erkennen, die jetzt auf Bodenhöhe lauern, die vorher nicht so wichtig waren, wie zum Beispiel:

  • Stromkabel, diese können angeknabbert werden
  • Bodenleisten und Tapeten, wieder was zum knabbern
  • Türen, die beim Aufdrücken den Wellensittich zerquetschen
  • Schlitze zwischen Schrank und Wand, in denen er stecken bleiben könnte
  • Giftpflanzen, die den kleinen Organismus vergiften
  • usw.

Hier sollten sie sich mal auf den Boden legen und alles genau anschauen, was gefährlich sein könnte!

Ist die Behinderung stark ausgeprägt und es ist gewiss, dass sich der Vogel zeitlebens quälen wird, sollte man sich die Frage stellen, ob ein Einschläfern nicht besser für ihn ist, wenn man mit dem Kopf denkt und nicht das Herz entscheiden lässt. Auch ein Gespräch mit dem Tierarzt ist hier zu empfehlen!

Behinderungen und eventuelle Vorsichtsmaßnahmen/ bauliche Veränderungen/ Hinweise

  • Flügelbruch: Wenn der entstandene Bruch nicht tierärztlich versorgt wurde, kann es passieren, dass die Bruchstellen nicht wieder korrekt oder gar nicht zusammenwachsen. Dadurch entstehen Missbildungen, die den Flug beeinträchtigen könnten. Zum Beispiel werden anvisierte Ziele nicht erreicht und landen ungewollt woanders. Sie sollten also dann in Deckung gehen, wenn der betroffene Wellensittich fliegt. Es könnte vielleicht auch hilfreich sein, einzelne Schwingen zu kürzen oder zu entfernen, wenn diese bei einer Bruchlandung Blutungen verursachen. Wobei ein Kürzen für den Vogel meist angenehmer ist als ein Entfernen, was mit Schmerzen verbunden wäre.

  • Französische Mauser: Diese Wellensittiche bezeichnet man so, da in jungen Jahren die Schwung- und Steuerfedern ausfallen oder deformiert werden. Sie werden mit dieser Krankheit zeitlebens flugunfähig. Sie zeichnen sich allerdings dadurch aus, passionierte Fußgänger zu sein. Ein Vorteil dieser Erkrankung ist, dass solche Wellensittiche sehr zutraulich werden und sich dem Pfleger stark zuwenden. Ich habe von Fällen gehört, wo zukünftige Halter sich nach solchen Tieren erkundigten, dieses finde ich persönlich abschreckend. Denn wenn ich mir einen Vogel kaufen möchte, dann sollte dieser gesund sein und natürliche Verhaltensweisen ausleben können, wie zum Beispiel das Fliegen. Wenn ich gleich mit dem Gedanken rangehe, einen besonders zutraulichen Vogel zu erwerben, dann sollte sich der Käufer noch einmal dem Thema Wellensittich auseinander setzen. Bin ich wirklich bereit dafür? Habe ich die nötigen Kenntnisse? Usw… Andersrum natürlich, wenn der neue Halter diesen Tieren ein neues artgerechtes Leben bieten möchte und kranke Tiere aus dem Tierheim oder ähnlichen holt, dann finde ich sein Verhalten bewundernswert.

  • Schädigung des Zentralen Nervensystems: Wellensittiche verfügen von Natur aus über ein starkes Immunsystem. Vorraussetzung ist aber auch eine artgerechte Ernährung. Ist dieses Immunsystem geschwächt oder es schafft nicht alle Angriffe abzuwehren, kann das Zentrale Nervensystem mit Infektionen befallen werden. Sie treten in der Regel schlagartig auf und der Gesundheitszustand vom Wellensittich nimmt rapide ab. Wenn der Tierarzt nicht umgehend aufgesucht wird und eine Dosis Vitamin-B-Komplex spritzt, führt die Erkrankung zu Lähmungen und Koordinationsstörungen. Auslöser könnte dafür auch Stress und Trauer sein, z.B. wenn der Partner verstirbt.

  • Gelähmte Gliedmaßen: Nicht nur wir Menschen können einen Schlaganfall erleiden, sondern auch unsere australischen Haustiere. Solche Hirnschläge kommen zwar eher selten vor, aber sicher ist man davor nicht. Ein Anfall führt nicht immer zum Tod, er büßt aber aufgrund der mangelnden Durchblutung vom Hirnareal, einen Großteil seiner Bewegungsfähigkeit ein. Hier ist es wichtig eine Notfallapotheke griffbereit zu haben und dem Tier gleich eine Dosis Vitamin-B-Komplex zu verabreichen. Wenn möglich auch anschließend den Tierarzt aufsuchen. Eine nachfolgende Therapie mit Medikamenten und eventl. Gymnastik wird wahrscheinlich folgen. Sind die Zehen gelähmt, so dass der Wellensittich nur auf den hinteren Gelenk läuft, empfiehlt es sich die Stangen durch weichere Baumwollseile auszutauschen und einige Flächen mit Kork auszulegen. Diese sind weicher und schonen das Fußgelenk. Natürlich ist dies immer Einzellfall bezogen abhängig.

  • Fehlstellungen an den Füßen: Fehlstellungen entstehen, wenn z.B. Brüche nicht oder nicht korrekt behandelt wurden und der Bruch wieder schief zusammen wächst. Das Körpergewicht drückt dann nicht wie gewohnt auf die Unterseite vom Fuß, sondern auf die Außenseiten. Dadurch entstehen Risse und Entzündungen an den beanspruchten Gliedmaßen. Wie bei den gelähmten Gliedmaßen kann es für den Vogel hilfreich sein, weiche Untergründe zu schaffen, um eine Abnutzung entgegenzuwirken. Die Hautstellen sollten auch mit einer Creme eingeschmiert werden, um Entzündungen zu vermeiden.

  • Deformation der Wachshaut: Die Nasenlöcher sind riesig und der kranke Wellensittich wird anfälliger für Infektionen, da Viren und Bakterien leicht in den Körper gelangen. Außerdem können durch die Atmung leicht Futterspelzen und andere Fremdkörper eingeatmet werden. Ist solch ein Fall eingetreten, müssen diese rasch aus der Nasenhöhle mit einer Pinzette oder den Fingernägeln entfernt werden, da sich leicht Entzündungen bilden können und es andererseits auch unangenehm für den Wellensittich ist. Ihr Ohr sollte jetzt gut trainiert sein, hören sie auf jede Veränderung der Atemgeräusche, denn wenn sich die Atmung ändert, kann dies auf eine ankommende Infektion (z.B. Nasenhöhlenentzündung, Schnupfen) hindeuten und sollte schnell vorgebeugt werden.

  • Blindheit/ Starke Fehlsichtigkeit: Hier ist es besonders wichtig, dass alle wichtigen Plätze wie Futter- und Wassernäpfe an der selben Stelle stehen. Betroffene Vögel sind auf ihr Gedächtnis angewiesen, wo sie was finden können. Dies macht auch Sinn, damit diese bei ihrem Rundgang nicht plötzlich gegen ein ungewohntes Hindernis stoßen. Es wäre für ihn auch hilfreich, wenn sie ihr nähern vorher durch Geräusche ankündigen, damit er sich nicht erschreckt, wenn sie plötzlich anwesend sind. Möglich wäre ein Pfeifen oder Klopfen. Entfernen sie auch möglichst alle spitzen Gegenstände. Diese stellen eine hohe Gefahrenquelle dar, da blinde Wellensittiche dagegen laufen oder fliegen könnten. Stolperfallen (Spalten/ Kanten) stellen ebenfalls eine große Gefahr dar, da sie darin mit dem Fuß hängen bleiben könnten.

Quelle: WP-Magazin 2003

Giftige Pflanzen

Leichte Unverträglichkeit

  • Arnika

  • Buchsbaum

  • Efeu

  • Flamingoblume

  • Goldtrompete

  • Monstera

  • Philodendron

  • Schefflera

  • Wacholder

Schwere Erkrankung

  • Ackergauchheil

  • Akazien

  • Blaustern

  • Diptam

  • Edelweiß

  • Eisenhut

  • Faulbaum

  • Gottesgnadenkraut

  • Heckenkirsche

  • Je-länger-je-lieber

  • Kornrade

  • Leberblümchen

  • Liguster

  • Mahonie

  • Märzenbecher

  • Mistel

  • Nelken

  • Porzellanblume

  • Rittersporn

  • Robinie

  • Sauerklee

  • Schlafmohn

  • Stechpalme

  • Trollblume

  • Veilchen

  • Waldgeißblatt

  • Wunderstrauch

  • Zwergmispel

mögliche Todesfolge

  • Adonisröschen

  • Anemonen

  • Aronstab

  • Brechnuß

  • Calla

  • Christrose

  • Christusdorn

  • Dieffenbachia

  • Eibe

  • Euphorbien

  • Fingerhut

  • Goldregen

  • Herbstzeitlose

  • Hyazinthen

  • Kaiserkrone

  • Kirschlorbeer

  • Kleines Immergrün

  • Korallenstrauch

  • Küchenschelle

  • Maiglöckchen

  • Narzissen

  • Nieswurz

  • Oleander

  • Pfaffenhütchen

  • Primeln

  • Holunder

  • Seidelbast

  • Stechapfel

  • Tollkirsche

  • Weihnachtsstern

  • Wolfsmilchgewächs

Achtung: Liste nicht abschließend. Angaben ohne Gewähr!

Gefiederpflege

Dass Wellensittiche gerne Baden, kann man in freier Wildbahn, im Freiland und unter Umständen auch im Käfig gut beobachten. Sie hängen sich kopfunter an Äste, an Gitterränder und spreizen dabei ihre Flügel, damit wirklich jede Partie vom Wasser getroffen wird. Oder aber sie legen sich auf das frisch abgewaschene Salatblatt und sudeln sich darin. Hierbei geht es nicht nur um den Spaßfaktor, sondern auch um die Pflege ihres Gefieders. Dabei spielt Wasser eine entscheidende Rolle.

Um den Regen zu ersetzen, gibt es eine einfache Möglichkeit. Kaufen sie sich einen Blumenzerstäuber und stellen die Düse auf den feinsten Zerstäubungsgrad. Danach sprühen sie den Wellensittich damit vorsichtig ein. Findet er Gefallen daran, machen sie solange weiter, wie er sich wohl fühlt. Versucht er zu flüchten, sollten sie das Sprühen abbrechen und es lieber später noch einmal versuchen. Es kann auch schon helfen, wenn sie die ersten Male die Flasche neben den Käfig stellen. Ängstliche Vögel gewöhnen sich schon so an die Flasche und haben beim Sprühen keine Angst mehr davor.

Vorsicht ist geboten vor Blumenzerstäuber, die bereits mit Blumenwasser und Dünger oder Schädlingsbekämpfungsmittel versehen waren. Diese Flaschen sollten nie verwendet werden, auch wenn eine gründliche Reinigung erfolgt. Reste könnten immer noch vorhanden sein und die Gesundheit des Wellensittichs gefährden.

Eine andere Möglichkeit besteht bei zahmen Wellensittichen. Gewöhnen sie ihn an das Badezimmer und die Dusche oder Badewanne. Nehmen sie ihn öfter mit dorthin. Hat er sich an den Ort gewöhnt, dann können sie es probieren und ihn vorsichtig abbrausen. Vorsicht, den Strahl nicht zu stark einstellen, es besteht Verletzungsgefahr! Die Wassertemperatur sollte lauwarm sein.

Wollen sie den Vogel nicht aus dem Käfig lassen oder ist der Käfigstandort nicht geeignet, z.B. befinden sich direkt dahinter Tapeten, so lässt sich auch in der Regel das Käfigoberteil abnehmen und in die Spüle, Badewanne oder ähnliches stellen. Das hat auch den Vorteil, dass der Sand nicht durchnässt wird.

Wellensittiche sondern Puderdunenstaub ab, der in den speziellen Puderdunen gebildet wird. Die Äste dieser Dunenfedern werden ständig zu einem feinen, fettigen Staub zerrieben, die vor eine völlige Durchnässung und Flugunfähigkeit schützen. Dies ist völlig normal und hilft dem Gefieder in guter Kondition zu halten. Die Verteilung erfolgt mit dem Schnabel.

Wellensittiche die keine Bademöglichkeiten haben, verstauben regelrecht. Wenn er mit den Flügeln schlägt, dann verteilt sich die Staubwolke im Zimmer und setzt sich überall ab. Durch regelmäßiges durchnässen des Gefieders, läßt sich dies auf ein Minimum reduzieren. Weiterhin trägt die Feuchtigkeit im Käfig dazu bei, die Luftfeuchtigkeit im Umkreis des Vogel zu erhöhen, was zu einer besseren Atmung verhilft. Alles in Allen trägt das Baden zu einer besseren Gesundheit bei und somit für ein längeres Leben. Außerdem verhilft dies zur einer netten Abwechslung im Wellensittich-Alltag.

Quelle: WP-Magazin

Der Tod liegt in der Luft

Einleitung

Schon in den Bergwerken der älteren Generationen benutze man lebende Kanarienvögel als „Lebensversicherung“. Sobald die Luft mit Giftstoffen vermischt war, waren es die Kanarienvögel, die zuerst am Käfigboden lagen. Dies war immer ein sicheres Zeichen, die Stollen zu verlassen.

Anatomie

Aber warum fielen zuerst die Vögel tot um? Man kann es sich so erklären: Die Kanarienvögel, sowie alle anderen Arten auch, haben ein sehr empfindliches Atmungssystem. Zusätzlich zur Luftröhre besitzen Vögel noch Luftsäcke, die mit der Lunge verbunden sind; sie gehen durch den Großteil des Körpers und reichen bis hin zu den Knochen hinein. Die Lungenverzweigungen enden nicht blind im Körper, sondern führen wieder zusammen. In den Luftsäcken erfolgt kein Gasaustausch, sie dienen der Luftspeicherung, der Wärmeisolation und die Vögel werden dadurch leichter, was ihnen erst den Flug von längeren Strecken ermöglicht.

Beschreibung der Atmung

Beim Einatmen wandert ein Teil der frischen Luft in die Lunge, der Rest in die hinteren Luftsäcke. Danach erfolgt das Ausatmen, wo die verbrauchte Luft ausgestoßen wird, die noch frische Luft aus den Luftsäcken wandert in die Lunge. Beim nächsten Einatmen wird die Lungenluft von der frischen Luft in die vorderen Luftsäcke gedrängt und wird beim anschließenden Ausatmen, über die Luftröhre, nach außen abgegeben.

So ist immer frische Luft im Körper des Vogels, so steht immer ein Maximum an Sauerstoff für die Körperfunktionen zur Verfügung, was bei viel Flugbewegungen auch erforderlich ist. Bei den Säugetieren hingegen steht beim Ausatmen keine frische Luft zur Verfügung.

Diese Tatsache hat aber für den kleinen Organismus einen kleinen Hacken: Ein Atemzug bleibt bei ihnen doppelt so lange im Körper, als wie bei den Säugetieren, was die Anfälligkeit von Atemgiften besonders erhöht. Durch den Kontakt der Luftsäcke mit den Knochen und dem Gewebe, erfolgt eine rascher Übergang vom Atmungstrakt in andere Organe, was schon in kürzester Zeit zu schweren und teilweise irreversible Schäden (nicht wieder rückgängig zu machen) führen kann.

Symptome

Man hört ab und zu mal, dass Wellensittiche aus unerklärlichen Gründen von der Stange fielen. Aber warum? Das Futter war in Ordnung, keine Giftpflanzen in der Nähe, war nicht alt oder krank und so weiter! Wenn alle anderen Möglichkeiten verneint werden können, sollten Sie mal die Atemluft prüfen, vielleicht liegt die Ursache in der Luft.

Mögliche Gefahrenquellen:

  • PVC Boden + Kleber

  • Putzmittelgeruch

  • Teflon beschichtete Utensilien, wie zum Beispiel Töpfe, Pfannen, Raclette, Waffeleisen, Brotbackmaschinen, Föns, Bügeleisen, Rotlichtlampen (nicht alle) usw. Beim Erhitzen auf über 280 Grad entstehen an der Oberfläche Kohlenwasserstoffe (Polytetrafluorethylene, PTFE), die in die Atemluft gelangen. Für den Menschen in größeren Mengen gesundheitsschädlich und für Vögel auch in kleinsten Mengen tödlich.

  • Nikotin führt zu chronischen Reizung der Atemwege, was sich in Husten, Entzünden der Nasennebenhöhlen (Sinusitis)und der Augen (Konjunktivitis) äußert. Dadurch wird auch das Immunsystem geschwächt und die Tiere sind anfälliger für Infektionen, Bakterien, Pilze und Parasiten. Auch das Gefieder und die Haut können langfristig geschädigt werden. Bei Jungtieren kann es zu Wachstumsstörungen und Fehlbildungen der inneren Organe kommen.

  • Aromaten, beziehungsweise aromatische Verbindungen, wie zum Beispiel Toluol und Xylol. Diese Stoffe sind bekannt für ihre Kanzerogenität (Krebserregend). Sie kommen in Benzin, Autoabgasen, Lösungsmittel, Klebstoff, verschiedene Plastikprodukte, Duftstoffe in Raumsprays und Duftkerzen usw. vor. In größeren Mengen beim Menschen gefährlich; bei Vögeln können diese Stoffe sehr schnell zu Schädigungen innerer Organe, vor allem Leber, führen.

  • Sprays sollten in der Nähe von Vögel überhaupt nicht verwendet werden. Diese enthalten unter anderem Aromaten und andere gefährlich Inhaltsstoffe, die das Tier vergiften oder sogar töten. Beispiele: Parfüms, Deosprays, Reinigungssprays, Desinfektionssprays, Raumluftverbesserungssprays usw. Einige dieser Sprays können den gesamten Atmungstrakt der Vögel reizen, zu Entzündungen, Ödemen in Lunge und Luftsäcken und zu akuter Atemnot führen. Kaufen Sie zur Desinfektion des Käfigs nur „vogelsichere“ Produkte.

Auch wenn das Problem sofort erkannt wird, ist eine Heilung in den meisten Fällen nicht mehr möglich. Achten Sie schon vorher auf mögliche Gefahrenquellen. Sollten Sie doch in der Nähe vom Käfig bügeln oder benutzen ein Raclette, dann muß die Frischluftzufuhr (angekipptes Fenster oder ähnliches) gewährleistet werden. Vorsicht: Keine Zugluft!

Vögel die in Außenanlagen leben, sollten eigentlich vor solchen Gefahren sicher sein, dafür lauern dort andere Gefahren, wie z.B.:

  • befahrene Straßen (Motorenabgase enthalten Kohlenmonoxid, Furane, Dioxine usw.),

  • landwirtschaftliche Maschinen, benzinbetriebene Rasenmäher, Motorsägen usw.

  • Ammoniakhaltige Dämpfe von Düngemitteln

  • Rauch von offenem Feuer (Grill- oder Lagerfeuer)

Quelle: WP-Magazin

Benötigen Wellensittiche hohe Temperaturen zum Wohlbefinden

Allgemeines

Dazu müssen wir uns mal das Klima in Australien mehr unter die Lupe nehmen. Hier ist es tagsüber normalerweise recht warm, doch nachts kann es auch dort sehr kalt werden. Unter Umständen sogar unter Null Grad Celsius. Wellensittiche sind also in freier Wildbahn Temperaturschwankungen innerhalb von 24 Stunden ausgesetzt.

Was das Wetter angeht, ist Australien nicht gerade ein Paradies für unsere Gefiederten Freunde. Tagsüber müssen sie mit der warmen trockenen Luft auskommen und nachts mit fröstlichen Temperaturen. Diese Anforderungen fordern demnach auch einen hohen Tribut, allerdings haben sich die kleinen quirligen Geister an diese Bedingungen angepasst und sind dementsprechend abgehärtet.

Das Wetter trägt also dazu bei, das Immunsystem von Wellensittichen zu stärken und können somit besser Infektionen abwehren.

Das bedeutet also bei Käfighaltung, dass die konstante Temperatur von ca. 20 Grad Celsius nicht gerade Gesundheitsfördernd ist. Es werden keine Abwehrkräfte benötigt und nicht weiter aufgebaut. Demnach ist ihr Wellensittich anfälliger für Krankheiten.

Im Laufe der Zeit hat sich herausgestellt, dass Wellensittiche im Frühling, Herbst und Sommer gut zurecht kommen. Nur in den Wintermonaten benötigen sie zusätzlich ein Schutzhaus. Bei Dauerfrost empfiehlt es sich, die Wellensittiche nur im frostfreien Schutzhaus (ca. 12-15 Grad Celsius) zu belassen.

In menschlichen Räumen kommen Wellensittiche gut mit diesen Temperaturen zurecht, allerdings sollten sie diese nicht wärmer halten. Außerdem benötigen sie täglich Frischluft, Vorsicht vor Zugluft! Sie können den Käfig bei wärmeren Jahreszeiten gerne mal auf den Balkon oder die Terrasse stellen, ihr Wellensittich wird es bestimmt freuen, mal ein kleines Sonnenbad zu nehmen, er benötigt aber zusätzlich einen schattigen Bereich, um sich vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Wenn er zu hecheln anfängt oder die Flügel seitlich hängen lässt, dann sollten sie ihn lieber wieder ins Haus holen.

Den Wind durchs Gefieder pfeifen lassen oder ein Regenbad zu nehmen, ist sicherlich für Wellensittiche ein aufregendes Erlebnis. Zum Trocknen kann er ruhig im Freien belassen werden, es schadet ihm nicht.

Vorsicht ist nur geboten, wenn ihr Wellensittich es gewöhnt war, nur in der Wohnung zu verweilen. Hier ist eine Eingewöhnungsphase geboten!

Halten sie die Wohnungshaltung für ausschließlich richtig, dann benutzen sie wenigstens mehrmals pro Woche eine Blumenspritze zum Abbrausen. Dies erhöht die Luftfeuchtigkeit im Wohnraum, stärkt das Immunsystem und wird zur Gefiederpflege benötigt.

Wie in jedem Fall gibt es hier auch Ausnahmen. Kranke Wellensittiche benötigen mehr Wärme als andere. Der angeschlagene Organismus soll nicht noch unnötige Energie verbrauchen, um zusätzliche Wärme zu produzieren. Abhilfe schafft hier eine Rotlichtlampe. Aber auch hier an Rückzugsmöglichkeiten denken.

Quelle: WP-Magazin 06/ 1997

Warum Zudecken Wellensittiche nervös macht

Einleitung

Damit er/ sie ihre Ruhe haben, so sollte der Käfig mit einem Tuch oder ähnlichem abgedeckt werden. So jedenfalls kann man es in vielen Fachbüchern nachlesen. Aber stimmt das wirklich? Man sollte sich überlegen, wie Sieht es der Vogel…

Das Problem

Papageien schlafen nachts in dunklen Baumhöhlen, welche Sie bereits zur Dämmerung aufsuchen. Ihr biologischer Rhythmus hat sich so auf den Schlaf eingestellt. In der Natur wird es in etwa jeden Tag um die gleiche Zeit dunkel. Es ist auch relativ still. Der kommende morgen setzt ebenso langsam ein, es wird von Minute zu Minute etwas heller und lauter.

Anders Sieht es in unserer Wohnstube aus. Nur selten wird der Käfig um die gleiche Zeit zugedeckt… eine Dämmerung lässt sich kaum simulieren. Gäste, Fernsehen und Musik sorgen für eine laute Umgebungslautstärke.

Unter dem verdunkelten Käfig Sieht der Vogel zwar nichts mehr, aber trotzdem hört er, was sich in seiner Umgebung abspielt, wie z.B. die Unterhaltungselektronik. All dies ist entschieden zu laut für ihn! Der morgen Sieht dann genau umgekehrt aus, schlagartig geht für ihn die Sonne auf.

Die Folgen

Nach und nach gerät der Biorhythmus aus dem Takt. Zwar können sich die Vögel an viele unsere Gewohnheiten gewöhnen, jedoch nicht sein Biorhythmus, der sich nach dem Hell-Dunkel-Zyklus richtet. Er wird ständig überfordert.

Das führt unweigerlich zu Dauerstress, der nicht unbedingt bemerkbar ist, aber Stress auf Dauer macht auch anfälliger für Krankheiten und führt im schlimmsten Fall zu einem viel früheren Sterben.

Andere Möglichkeiten oder Verringerung der Problematik

Sie können es dem gefiederten Freund erleichtern, indem Sie ihn erst zudecken, wenn er sich in Schlafstimmung wiegt. Das zeigt sich unterschiedlich. Einige brabbeln sich leise zur Ruhe, andere singen sich in Schlaflaune, wieder andere stecken Ihren Kopf ins Gefieder oder ziehen ein Bein hoch.

Besser als eine Decke erweist sich ein Schlafhäuschen. Dorthin können Sie sich begeben, wenn Sie es wünschen. Auch hier hat sich erwiesen, dass Paarhaltung die beste Garantie dafür ist, sich stressfrei durch Körperkontakt in den Schlaf zu wiegen.

Quelle: Ein Herz für Tiere 04/ 2001

Das Spiegelproblem

Einleitung

Kaum mehr wurde bisher das Spiegelproblem so diskutiert wie kein anderes Thema. Gegner dieser Haltung sprechen von Verhaltensstörungen, mit chronischer Kropfentzündung, da diese Tiere von einer glänzenden Fläche zur nächsten flattern. Vor allen einzeln gehaltene männliche Vögel können im Laufe der Zeit eine Furcht erregende Fixierung auf alle glänzenden Gegenstände entwickeln. Wie denken Sie darüber?

Das Problem

Jeder Papagei, vor allem Wellensittiche, fühlen sich von Ihrem Spiegelbild magisch angezogen. Ein Spiel-/ Liebesgefährte, der sich bewegt, schnäbelt und sich genauso verhält wie er selber. Da er sich so ausgiebig und liebevoll mit seinem Spiegel beschäftigt, geht man als Vogelhalter von nichts bösem aus. Im Gegenteil… es wirkt eher lustig und vermittelt Gefühle von Freude und Zufriedenheit.

Die Ursache

Einzeln gehaltenen Papageien, die nicht genügend Bezug zu Ihrem Menschen haben und häufig alleine sind, suchen sich verständlicher Weise einen „Ersatzpartner“. Dieser Partner ist rund um die Uhr für den gefiederten Freund da. Hier kann sich ein regelrechter Spiegelfanatiker entwickeln.

Die Folgen

Dieser Trieb kann sich unter Umständen so stark ausprägen, dass Sie hartnäckig Kaffeekannen, poliertes Silber, Taschenspiegel, Schmuckstücke und andere spiegelnde Gegenstände anbalzen. Dies ist ein sicheres Anzeichen für Einsamkeit… er benötigt jetzt dringend einen Partner.

Bei älteren Tieren, die schon lange Ihren „Spiegelfreund“ zur Seite stehen, wird die Neigung zu polierten Flächen eine Verhaltensstörung und ist nicht mehr rückgängig zu machen. Wahrscheinlich kann dieser Vogel mit anderen Artgenossen nichts mehr anfangen. Vielleicht könnte eine langsame Entwöhnen helfen.

Des weiteren kann sich der Kropf entzünden, besonders bei fütterungswütigen Männchen.

Das gleiche gilt auch für sogenannte „Steh-auf-Männchen“ und Plastikvögel, welche man auf die Stange zieht. Zwar wirken diese Attrappen nicht ganz so gut wie Spiegel und sind deshalb nicht ganz so leicht darauf zu fixieren, dennoch können auch diese zum Partnerersatz werden. Auch hier kann es pasSieren, dass der Vogel die Gegenstände stundenlang anbalzt und versucht zu füttern. Auch hier besteht die Gefahr der Kropfentzündung.

Fazit

Es gilt ganz klar, ein Spiegel gilt nicht als Partnerersatz !!!

Jeder verantwortungsbewusste Vogelhalte sollte sich, beim Erkennen solcher Symptome, eingestehen, dass es Zeit wird, dem Tier einen Artgenossen beiseite zu stellen.

Die oben geschilderte Problematik zeigt sich in der Regel nur bei einzeln gehaltenen Vögeln. Bei mehreren Vögeln, wird keiner in der Gruppe auf die Idee kommen, seinen „echten“ Partner gegen einen künstlichen einzutauschen. Ich bin der Meinung, dass die Tiere aber ohne solcher Gegenstände auskommen würden.

Wenn Sie dennoch solche Attrappen anbieten möchten, ist eine Beobachtung der Gruppe empfehlenswert. Entfernen Sie den Spiegel oder Plastikvogel, wenn diese gefüttert oder begattet werden.

Fall aus der Praxis

Im Jahr 2000 kaufte ich einen älteren Wellensittich, welcher in der zweiten Hand (Zeitung für Gebrauchtwaren aller Art) angeboten wurde. Er wurde mit dem Zusatz „zahm“ angeboten.

Voller Erwartung fuhr ich zu den Verkäufern und sah mir den Wellensittich an… er wirkte auf den ersten Blick verspielt und gesund.

Die ehemalige Halterin teilte mir mit, dass er ein Lieblingsspielzeug habe und das ich es ihm unbedingt nicht wegnehmen sollte. Mir wurde leider zum damaligen Zeitpunkt nicht klar, dass dieser Wellensittich bereits Verhaltensstörungen aufwies. Immer da wo das Spielzeug war, flog er auch hin und versuchte das glänzende Spielzeug zu begatten.

Ich kaufte trotzdem den Vogel und nahm ihn mit nach Hause, wo er auch schon bald in seinen neuen Käfig einzog. Ich gab ihn den Namen Jacky 2.

Da ich mir einen zahmen Vogel wünschte, versuchte ich mit ihm zu spielen, was aber von Anfang an missglückte, denn er hatte nur sein Spielzeug im Kopf. Nahm ich das Teil in die Hand, flog er ebenfalls schnurstracks auf meine Hand und schnäbelte kräftig weiter. Wenn ich das Spielzeug versteckte, sah man ihm förmlich die Traurigkeit an, was mir dann doch das Herz brach und ich ihm seinen glitzernden Gegenstand wiedergab. (Das Foto oben zeigt Jacky mit seinem Lieblingsspielzeug)

Ich gab die Hoffnung nicht auf und versuchte ihn zu entwöhnen… bei seinem Freiflug suchte er sich aber neue Gegenstände, wie zum Beispiel auf dem Foto zu sehen, die Küchenarmatur. (Nachdem er sein Spielzeug nicht mehr hatte, suche er einen Ersatz – Foto rechts) Zwei Wochen später verstarb er, wahrscheinlich hatte er Zug bekommen, trotz jeglicher Vorsicht! Seit her bin ich ein Gegner der Spiegel, obwohl diese auch positive Wirkungen haben können, aber dazu mehr in meinem folgendem Bericht:

Quelle: WP-Magazin

Das Gefieder

Allgemeines

Papageien kommen fast ausschließlich aus Klimazonen mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die Luftfeuchtigkeit sorgt für den wachsartigen Glanz auf den Federn und lässt das Gefieder schimmern. Die trockene Luft in unseren Wohnungen und die völlig anderen Klimaverhältnisse machen das Gefieder von Papageien stumpf. Der Staub der Puderdaunen führt zu Juckreiz und veranlasst die Vögel, vermehrt darin zu nesteln. Nur ausreichend häufiges Befeuchten kann Gesundheit und Schönheit des Gefieders erhalten und das Wohlbefinden der Vögel fördern. mindestens zweimal wöchentlich sollten Sie deshalb Ihrem Vogel ein lauwarmes Voll- oder Sprühbad ermöglichen.

Ein Bad für Ihren kleinen Wellensittich

Viele Wellensittiche tauchen Bauch, Kopf und wechselseitig beide Flügel freudig erregt ins Wasser. Sind die Wellensittiche zahm, kann man Ihren außerhalb des Käfigs einen großen Blumentopuntersetzer aus ton mit lauwarmen Wasser anbieten. In ihm können Sie besser die Flügel ausbreiten als in einem Badehäuschen. Ist der Untersetzer für die größeren unter den Kleinen nicht mehr ausreichend, besorgen Sie sich eine rechteckige Schale aus Kunststoff, wie man Sie als Katzentoilette oder als Schale eines Hamsterkäfigs verwendet.

Das Sprühbad

Einige Wellensittiche baden nicht, sondern genießen ein lauwarmes Sprühbad aus einer Blumenspritze. Wenn Sie Ihren Wellensittich zum ersten Mal besprühen, halten Sie etwa 2m Abstand und besprühen Sie ihn zunächst nur sacht. An seiner Reaktion merken Sie schnell, ob ihm das Bad gelegen kommt oder ob es ihn irritiert. Versucht er, dem Strahl auszuweichen, zieht er sich auf den äußersten Ast zurück, ist ihm das Bad im Augenblick nicht angenehm. Breitet der Wellensittich aber die Flügel aus, dreht und wendet er sich so, dass der Wasserstrahl möglichst alle Körperpartien erreicht, war das Bad schon überfällig. Der Wellensittich muss dabei aber nicht tropfnass werden, nur ein feiner Wasserfilm soll auf den Federn sein.

Viele lieben das Taubad

Viele Wellensittiche lieben ein Bad in feuchten Kräutern oder Blättern. Diese Vorliebe lässt sich mit Sicherheit auf die Lebensgewohnheiten freilebender Wellensittiche zurückführen. Sie suchen früh morgens Ihre Nahrung im taunassen Gras. Dabei befeuchten Sie Ihr Gefieder. Befestigt man ein Bündel noch nasser Kräuter zum Beispiel mit einer Wäscheklammer aus Holz, auf dem Käfigdach, versuchen Sie begeistert, sich daran zu befeuchten. Noch größer wird das Vergnügen, wenn man ihnen nasse Blätter in einer größeren flachen Schale anbietet und Sie sich darin tummeln können.

Mein Tipp

Für das Taubad keine Blätter von grünem Kopfsalat verwenden. Er wird gegen Schädlinge und rasches Welken gespritzt. Diese Stoffe lösen sich im Wasser und können dem Vogel schaden.

Wichtig:

Niemals eine Blumenspritze benutzen, die schon einmal mit Pflanzenschutzmitteln in Berührung gekommen ist! Nach jeglichem Bad für gleichmäßige Wärme ohne die geringste Zugluft sorgen!

Quelle: GU Ratgeber

Inhalt einer Hausapotheke

Inhalt

  1. Blutstiller, z.B. 3%ige Eisenchloridlösung, Eisenchlorid-Watte

  2. Wunddesinfektion PVP-Jod-komplex-Präparat, z.B. Betaisodona, Braunol (ohne Alkohol)

  3. Tees: Schwarzer Tee (Kreislaufanregend), Kamillentee (entzündungshemmend), Fenchel-/ Anistee (verdauungsanregend)

  4. Adsorbierende Mittel, z.B. Kohlepulver, Kieselerde, Heilerde, Bariumsulfat

  5. Paraffinöl, Speiseöl

  6. Kochsalz, physiologische Kochsalzlösung in Infusionsflasche, Elektrolytpulver, z.B. Elotrans

  7. Traubenzucker

  8. Multivitaminpräparat, z.B. Vitacombex, Multibionta, Korvimin ZVT

  9. Einweißnährlösung, z.B. Amynin, Volamin

  10. Calcium-Präparate. z.B. Calcium-Sandoz, Frubiase-Calcium (als Ampullen oder Brausetabletten)

  11. Tasse, Teelöffel, Fütterungsspritze, u.U. Ernährungssonden (nur für Erfahrende)

  12. Tupfer, Mullkompressen, Wattestäbchen

  13. Verbandwatte (in je 1cm breite Rollenware zurecht schneiden)

  14. Elastische, selbsthaftende Binde (in je 1cm breite Rollware zurecht schneiden)

  15. Holzspatel und anderes Schienenmaterial

  16. Schere, Seitenschneider

  17. Taschenlampe

  18. Infrarotstrahler, Wärme-Keramikstrahler

  19. Krankenbox, z.B. Holzkiste mit Sichtfenster, kleinerer Käfig

  20. Fangutensilien: Käscher, Lederhandschuhe, Handtuch, Holzstücke verschiedener Dicke als Keile zum Offenhalten des Schnabel

Hinweis

Der Käscher sollte der Vogelgröße angepasst sein, eventl. den Metallring abpolstern, um eine weitere Verletzungsgefahr einzudämmen. Handschuhe sind bei ungeübten Vogelhaltern sinnvoll. Das Handtuch dient zur Ablenkung von der Hand und der Vogel kann darin fixiert werden. Die Flügel werde umschlossen., gleichzeitig kann der eingefangene ins Handtuch beißen, ohne dass der Fänger gebissen wird.

Überwinden Sie beim Fangen Ihre Ängste. Auch wenn Sie Angst haben, den Vogel verletzen zu können. Dem Vogel schadet es mehr, wenn dieser immer entwischt und davon flattert. Das Verfolgen bedeutet zusätzlichen Stress, welcher unbedingt vermieden werden kann.

Wenn Sie mit dem Käscher arbeiten, sollten Sie diesen schnell, aber behutsam über den Vogel stülpen. Beim Herausnehmen seien Sie bitte vorsichtig, da sich Krallen und Schnabel darin verhangen haben.

Der Vogel sollte grundsätzlich bei erfolgter Behandlung in eine warme, ruhige und leicht dunkle Umgebung gebracht werden. Es eignen sich dafür z.B. eine Holzkiste mit Sichtfenstern, ein abgedecktes Aquarium mit Luftlöchern im Deckel und ein kleinerer, mit Handtüchern abgedeckter, Käfig. Achten Sie immer auf die Luftzufuhr. Des weiteren braucht der Vogel Wärme. Dies erzielt man gut mit einer Rotlichtlampe.

Zum Transport sollte auch gleich eine geeignete Box zur Verfügung stehen. Im Fachhandel werden gute Variationen angeboten. Für Wellensittiche oder ähnliche eignet sich aus Kunststoff kleinere Boxen mit einer Gittertür auf dem Deckel. Die Box kann man noch mit Tüchern oder Zellstoff abpolstern.

Beispiel für die Herstellung einer Nährstofflösung:

  1. eine Tasse lauwarmes Wasser oder Tee (circa 200ml)

  2. ¼ Teelöffel Kochsalz

  3. 2 Teelöffel Traubenzucker

  4. 1 Teelöffel Eiweißlösung

  5. 10 Tropfen Vitaminlösung

Diese Lösung kann mit Komponenten ergänzt werden, wie z.B. Papageienaufzuchtsfutter, Milupa Heilnahrung HN, Babybrei ohne Milch und gemahlene Sonnenblumenkerne.