Archiv der Kategorie: Ernährung

Welches Raumklima ist zur Wellensittich-Haltung geeignet?

Einleitung

Mir stellte sich oft die Frage, wie warm brauchen es die kleinen possierlichen Wellensittiche überhaupt? Frieren sie, wenn ich mal nicht die Heizung zu laufen habe? Schließlich kamen sie doch ursprünglich mal aus Australien und da liegen die durchschnittlichen Temperaturen deutlich höher als wie bei uns in den gemäßigten Klimazonen.

Zum Glück hatte Hans-Jürgen Künne im WP-Magazin November/ Dezember 1997 einen Artikel darüber geschrieben. Die wichtigsten Punkte dazu möchte ich Ihnen mit diesem Beitrag näher bringen.

Ist eine Wohnungshaltung gesünder oder die Haltung im Freien?

Wie auch auf dem Bild gut zu sehen ist, können Wellensittiche unbedenklich das ganze Jahr über im Freien in einer Voliere verbringen. Nur bei Frost sollten Sie eine Unterschlupfmöglichkeit haben. Auch hier reichen dann Temperaturen im Bereich von 12-15 Grad Celsius. Am Beispiel Australien wird deutlich, dass es am Tag sehr warm sein kann, zu Nachtzeiten die Nullgrenze auch mal unterschritten wird. Die dort lebenden Papageien sind also starken Temperaturschwankungen innerhalb von 24 Stunden ausgesetzt und müssen damit zurecht kommen.

In Südamerika z.B. besteht das Problem mit lang anhaltenden Regenfällen. Das Gefieder der Vögel wird durchnässt und der Körper kann auskühlen.

Kurz gesagt: Die Klimazonen in den jeweiligen Lebensräumen sind für Papageien nicht immer ein Paradies. Jedoch tragen Wetterunbilden dazu bei, die Widerstandskräfte der Papageien zu stärken.

Aber wie hoch soll die Temperatur in der eigenen Wohnung sein bzw. dort, wo sich die Vögel aufhalten? Grundsätzlich nicht höher oder weniger, als wie sie für sich heizen. Wichtig hierbei, dass täglich gelüftet wird.

Gesundheitsfördernd wäre, wenn die Tiere die Möglichkeit hätten, auch ab und zu ihren Aufenthalt im Freien verbringen zu dürfen. Vogelzüchter haben festgestellt, dass Vögel gesünder und widerstandsfähiger sind, wenn diese in Außenanlagen gehalten werden, als jene, welche den ganzen Tag in der Wohnung verbringen. Sie verweichlichen. Auch logisch, denn die Abwehrkräfte haben ja nichts zu tun. Parallel zum Menschen. Wer sich viel an der frischen Luft aufhält, stärkt dadurch sein Immunsystem.

Vorsicht ist nur geboten, wenn ihr Wellensittich es gewöhnt war, nur in der Wohnung zu verweilen. Hier ist eine Eingewöhnungsphase geboten!

Halten sie die Papageien ausschließlich in der Wohnung, dann benutzen sie mehrmals pro Woche eine Blumenspritze zum Abbrausen. Dies erhöht die Luftfeuchtigkeit im Wohnraum, stärkt das Immunsystem und wird zur Gefiederpflege benötigt.

In menschlichen Räumen kommen Wellensittiche gut mit diesen Temperaturen zurecht, allerdings sollten sie diese nicht wärmer halten. Außerdem benötigen sie täglich Frischluft, Vorsicht vor Zugluft

Alternativ ruhig den Käfig/ Voliere mal an einen vor Sonnenstrahlen geschützten Bereich aufstellen (wärmere Jahreszeit). Die Vögel genießen es, im Regen ihr Gefieder zu durchnässen. Die Trocknung kann ruhig auch im Freien erfolgen. Von Wellensittichzüchtern wurde bekannt, dass selbst im Winter die Tiere draußen ihr Gefieder durchnässen und auch dort trocknen.

Wie in jedem Fall gibt es hier auch Ausnahmen. Kranke Wellensittiche benötigen mehr Wärme als andere. Der angeschlagene Organismus soll nicht noch unnötige Energie verbrauchen, um zusätzliche Wärme zu produzieren. Abhilfe schafft hier eine Rotlichtlampe. Aber auch hier an Rückzugsmöglichkeiten denken.

Maßnahmen, die man vor einer Erkrankung tätigen sollte

Allgemeines

Es ist ratsam, sich an einer bestimmten Pinnwand oder anderen Möglichkeit, einen Tierarzt in der Nähe zu notieren, der auch eine Notfallnummer hat. Falls alle Stricke reißen, ist es erforderlich, schnell und ohne Komplikationen einen Arzt zu erreichen.

Natürlich sollte man bei der Arztwahl auch darauf achten, dass sich dieser mit der Behandlung von Vögeln auskennt. Was nützt einem der beste Tierarzt, wenn er sich auf Reptilien spezialiSiert hat. Er kann vielleicht besser einschreiten als Sie, trotzdem würde ich lieber einen Fachmann in Erwägung ziehen.

Vorteilhaft kann auch sein, in Fällen wo es schnell gehen muss, den Weg zur Klinik/ Praxis zu kennen. Lieber im vorhinein die Strecke mal abfahren.

Daten an der Pinnwand oder ähnliches:

  1. Adresse vom Vogelarzt

  2. Tierärztliche Klinik mit Notfallhilfe

  3. Vergiftungszentrale

  4. Züchter

  5. sonstige Notizen und Rufnummern

  6. Anlegen einer Notfallapotheke:

Anlegen einer Notfallapotheke

Lagern Sie Ihre Medikamente und Utensilien an einem bestimmten Ort trocken und sauber auf. Im Notfall muss diese schnell, auch für andere, erreichbar sein. Denken Sie bei Benutzung später daran, verbrauchte Materialien aufzufüllen, Geräte zu reinigen und desinfizieren.

Außerdem sollte man auch auf die Haltbarkeitsdaten achten und abgelaufene durch neue zu ersetzen. Es hat sich auch als nützlich erwiesen, dort den Zettel mit den Adressen und Rufnummern aufzubewahren. Ebenfalls von Bedeutung könnte eine Kurzübersicht bei Hilfemaßnahmen sein. Schreiben Sie sich wichtige Punkte auf, wie z.B. wie Sie einen Vogel richtig halten.

Ist Leitungswasser gefährlich

Einleitung

Erst neulich lass ich in einem WP-Magazin aus dem Jahre 1995 einen Bericht über Leitungswasser, ob dieses gefährlich für Wellensittiche sei oder nicht. Anregung für dieses Thema war eine Lesernachfrage unter Berufung eines Schreibens der tierärztlichen Hochschule von Hannover. Diese schrieben in ihrem Blatt „Hinweise zur Haltung und Fütterung von Ziervögeln“, dass nur stilles natriumarmes Mineralwasser angeboten werden sollte. Beweise für diese Theorie gab es nicht, nur die Vermutung, dass die Todesursache (in drei Fällen) Schadstoffe im Trinkwasser gewesen sein könnten, da sich die Leber verdichtet hatte. Dieser Theorie ging das WP-Magazin auf den Grund und stellte dabei fest, hier möchte ich das Ergebnis schon vorweg nehmen, dass Leitungswasser keineswegs gefährlich für unsere Ziervögel ist. Aber lesen Sie auch die folgende Recherche:

Das Leitungswasser

Eine Nachfrage bei den städtischen Wasserwerken ergab, dass unser Leitungswasser das am besten überwachte Lebensmittel ist, dass es in Deutschland gibt. Die Qualität wird in der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) vom 1. Oktober 1986 festgelegt. Diese Verordnung beruht auf das Seuchengesetz, dem Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz und den Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft (80/ 778 EWG).

Nach § 11 Bundesseuchen-Gesetz muss das Trinkwasser so beschaffen sein, dass durch den Genuss oder Gebrauch keine Schädigung für die menschliche Gesundheit zu befürchten ist. Der Geltungsbereich erstreckt sich von der Wassergewinnung bis hin zum Wasserhahn beim Verbraucher. Hier zeigt sich der erste Unterschied zum „Stillen Wasser“, denn hier können die Händler nicht gewährleisten, dass die mikrobiologische Zusammensetzung am Verkaufstag noch so gut ist wie am Tag der Abfüllung und wie es die Trinkwasserverordnung verlangt. Ein Öko-Test verfasste hier einen deutlichen Pluspunkt für das Leitungswasser gegenüber den im Handel angebotenem Mineralwasser.

Im Bezug auf die Grenzwerte für Leitungswasser ist bestätigt, dass die Anforderungen die gleichen sind, wie die beim Mineralwasser:

  • Arsen 0,04 mg/l

  • Blei 0,04 mg/l

  • Cadmium 0,005 mg/l

Es besteht also, auch in Hinsicht der Schwermetalle, keinen Grund, auf Leitungswasser zu verzichten, eher im Gegenteil, auch in mikrobioeller Hinsicht ist dieses Wasser einwandfrei. Eher wird die Luftverschmutzung in den Ballungszentren der Großstädte als Problem angesehen. Quelle: Dipl. Chemikerin Ingrid Rückert vom Pforzheimer Untersuchungsamt

Wer also doch nur „Stilles Wasser“ anbieten möchte, sollte auch dann auf das Badewasser achten, denn Wellensittiche können die Gefäße nur nach Größe unterscheiden und nicht danach, wie es der Halter beabsichtigt. Schnell wird die Badewanne zum Trinkbecher, da dieses Wasser oftmals auch kühler ist!

Fazit

Es besteht also keine Gefährdung für kleine Vögel, wenn Leitungswasser als Trinkwasser angeboten wird.

Hier noch einige Hinweise, wie Erkrankungen über Trinkwasser verhindert werden können

  • Trinkgefäß täglich reinigen und gut abspülen, so dass keine Reste vom Spülmittel vorhanden sind

  • nur frisches Wasser verabreichen

  • das Wasser sollte nur maximal 24 Stunden im Käfig belassen werden, besser natürlich alle 12 Stunden

  • wenn sich Kot oder Futterreste im Napf angesammelt haben, diese unverzüglich entfernen, besser Napf auswechseln

  • es besteht auch die Möglichkeit, abgekochtes Wasser zu verabreichen, so werden auch die letzten keime abgetötet

  • nach einem Urlaub Wasserleitung gut durchspülen, damit Krankheitskeime ausgeschwemmt werden

Sollten sie eine eigene Hauswasserversorgung haben, dann ist Vorsicht geboten, da die Grenzwerte hier überschritten werden können, wie zum Beispiel bei Häusern mit alten Bleirohren. Informieren sie sich vorher, ihrer Gesundheit und der Gesundheit ihrer Mitbewohner zuliebe. Dieser Bericht bezieht sich auf die Leitungen der städtischen Wasserwerke.

Quelle: WP-Magazin

Hilfe, mein Wellensittich ist zu fett

Einleitung

Die häufigste Ursache für Fettleibigkeit bei Papageien, Sittichen, Wellensittich und Vögeln ist Bewegungsmangel oder fehlende Beschäftigungsmöglichkeiten.

In der freien Wildbahn sind die Tiere den ganzen Tag mit Nahrungssuche, Balz, Flugstunden und Gefiederpflege beschäftigt und verbrennen dabei viele Kalorien, wie im Gegensatz zu den meisten Heimvögeln.

Diese leben im schlimmsten Fall in zu engen Käfigen ohne Freiflug und haben prall gefüllte Fressnäpfe. Demnach brauchen sie sich kaum bewegen und setzen immer mehr Fettpolster – auch Depotfett genannt – an, die ja auch in freier Wildbahn überlebenswichtig wären, aber nicht für unsere Heimvögel.

In der Regel setzen nur Papageien Depotfett an, die weite Strecken überbrücken müssen, um an Nahrungsquellen zu gelangen. Für sie muss ausreichend Energie geliefert werden können, wie zum Beispiel bei den Nymphensittichen, Wellensittichen und Bourkesittichen. Andere Arten bräuchten diese Reserven in der Regel nicht.

Problematik

Wir Menschen – nicht alle – wissen was gut und was nicht gut für uns ist. Den Vögeln ist es egal wie sie aussehen und fressen munter weiter. Sollte ihnen mal ein Spiegelbild begegnen, so denken sie vielleicht, man, war ist das für ein lustiges Pummelchen?

Zum Bewegungs- und Beschäftigungsmangel kommt in der Regel noch eine Fehlernährung hinzu. Viele Halter halten leider Körnermischungen und Hirsen für ausreichend, begehen damit aber einen großen Fehler und unterliegen einem Irrglauben.

Sämereien in Hirsen oder ähnlichen Knabberstangen enthalten viel zu viel Fett und sollten nur in Maßen zu bestimmten Anlässen gereicht werden. Z.B. immer nur Sonntags oder als Belohnung.

Papageien die nur mit Körnern ernährt wurden, werden die Frischkost verschmähen, die ihnen plötzlich angeboten wird. Sie kennen diese Kost einfach nicht und misstrauen dieser. Womöglich dauert es Wochen oder mehr bis der Vogel den ersten Bissen wagt, hier ist ihre Geduld und Durchhaltevermögen gefragt.

Fettsucht ist kein Kavaliersdelikt! Übergewicht kann wie beim Menschen zu schweren Erkrankungen führen bis hin zum Tod.

Verwandte Themen:

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  • Mittelwert vom gebrauchten Körnerfutter ermitteln
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Nicht alle Arten werden „dick“

Arten Neigung zu…

Amazonen, Kakadus, Nymphensittiche, Mönchssittiche und Wellensittiche

Sie neigen zur Bildung von Fettpölsterchen und Fettdepots an Bauch, Oberschenkeln, Brust und im Kloakenbereich.

Graupapageien, Unzertrennliche und Langflügelpapageien

Sie haben eher selten Gewichtsprobleme, lagern aber Fett in den Herzkranzgefäßen ab und sterben früh an Arteriosklerose

Wie erkenne ich Übergewicht?

Leider gibt es kein „optimales Gewicht“, denn durch die Domestikation und Zuchtmutationen ist die durchschnittliche Körpergröße bei den Papageien angestiegen und kann daher von den Nominatformen abweichen.

  • Wenn sie z.B. das Gefieder befeuchten und zur Seite streichen, dann erkennen sie anstatt des dunklen Muskelfleisches hellgelbes Fettgewebe.
  • Das Atmen scheint den Tieren Schwierigkeiten zu bereiten
  • Die Toleranzgrenze für hohe Temperaturen sinkt
  • Übergewichtige Vögel atmen eventuell mit geöffnetem Schnabel und lassen die Flügel herunterhängen
  • Auch nach kurzen Anstrengungen kommt es zu einer „japsenden“ Atmung und der Vogel braucht Erholung

Was habe ich zu tun, wenn ich Übergewicht erkenne?

Auf keinen Fall den Vogel auf eine sofortige Diät setzen. Die eingeleiteten Maßnahmen können dem bereits geschädigten Organismus noch mehr Schaden zufügen. Eine Radikalkur ist nicht der Weg und führt zu mehr Stress!

Suchen Sie umgehen den Tierarzt auf und veranlassen Sie einen „Check-Up“. Dieser wird ihnen einen Ernährungsplan aufstellen und mitteilen, wie die weiteren Tagesabläufe auszusehen haben. Falls nicht, würde ich einen anderen Tierarzt aufsuchen.

Problem erkannt, Gefahr aber noch nicht gebannt

Da Papageien konservativ sind, werden sie ihre Maßnahmen nicht verstehen und vielleicht bockig sein. Der nun bestrittene Weg zur besseren Gesundheit ist langwierig. Am besten fängt man an, den Bewegungsradius zu vergrößern. Gönnen sie ihm einen größeren Käfig, am besten eignen sich Volieren, wo auch einige Flügelbewegungen erforderlich sind, um an die andere Seite zu gelangen.

Richten sie den Käfig so ein, dass der Vogel von Ast zu Ast springen kann oder längere Distanzen klettern muss. Futter- und Wassernäpfe getrennt aufbauen.

Wählen Sie Spielzeug aus, dass zum beschäftigen einlädt, aber Vorsicht bei der Wahl. Bereitet dem Vogel ein Spielzeug angst, so kann er zum Rupfer werden, weil sich immerzu ein Gegenstand in seinem Bereich befindet, der ihm angst macht.

Reichen sie öfters frische Äste zum benagen, vor allem dann, wenn der Vogel eine längere Zeit im Käfig verbringen muss.

Tipp:

Teilen Sie nie Ihre Nahrungsmittel mit ihrem Heimtier. Auch wenn es noch so schwer fällt, aber dem Tier bekommen unsere Nahrungsmittel nicht. Zucker und Gewürze wirken sich negativ auf den empfindlichen Organismus aus.

Besitzt der Vogel einen Freisitz, so stellen Sie diesen je nach seiner vorhandenen Kondition auf. Der Abstand kann von mal zu mal verringert werden. Etwa einen halben Meter pro Tag, machen Sie aber ruhig mal ein paar Tage pause, um den Vogel nicht zu strapazieren. Ist es Ihr Vogel gewöhnt zum Freisitz getragen zu werden? Warum? Locken Sie ihn lieber dorthin, vielleicht mal mit einem Leckerlie, fettreduziert versteht sich!

Übung machen den Meister

Für die Sitzgelegenheiten eignen sich Gegenstände die gleichzeitig den Gleichgewichtssinn beanspruchen, wie zum Beispiel Ringe und Seile.

Falls Sie wie ein Pirat den Vogel gerne durch die Wohnung tragen so sollten Sie diese Angewohnheit lieber sein lassen. Dies hat zur Folge, dass der Vogel sich lieber tragen lässt, als zu Fliegen oder zu Klettern, wenn er den Käfig verlässt. Auch wenn er protestiert, gewöhnen Sie ihn daran.

Wenn Sie den Raum wechseln, dann rufen sie ihm zu, damit er auch notfalls zu Fuß den Raum wechselt.

Lassen Sie sich ruhig einige Bewegungsspiele einfallen, z.B. lieben es einige Arten sich an ein Handtuch zu hängen und sich von Ihnen hin und her schaukeln zu lassen. Ihre Fantasie und Einsatz ist gefragt. Es können regelrechte Sportprogramme aufgestellt werden.

Bewegung alleine reicht nicht aus

Viele Papageien sind Körner-Abhängig und weigern sich, Grünfutter und Obst anzunehmen. Ich kann nur sagen: Geduld, geduld und geduld… einfach immer wieder anbieten, irgendwann wird er sich schon rantrauen! Oftmals wird empfohlen, das normale Körnerfutter nach und nach zu reduzieren und dieses nach sechs bis acht Wochen durch extrudiertes Futter (Pellets), Gemüse und Obst zu ersetzen.

Allerdings kann die Konsequenz sein, dass ihr Tier durch diese dramatische Umstellung, Nahrung verweigert, hungert, aggressiv und apathisch wird.

Wenn Ihr Tierarzt ein Ernährungkonzept aufgestellt hat, so beherzigen Sie dies auch, gerade wenn der Papagei bereits Schänden von der Fettleibigkeit davon getragen hatte.

Überdenken Sie auch die Fütterungsgewohnheiten. Füllen Sie den Napf einmal am Tag, womöglich randvoll?

Wie wäre es mit einem Frühstück, danach den Napf leeren und sich dann ausgiebig mit Vogel beschäftigen, um ihn vom Fressen abzulenken. Es sollten dann aber auch zwei bis drei weitere Mahlzeiten am Tag gereicht werden.

Verändern Sie die Zusammensetzung vom Futter, falls Ihr Veterinär nicht etwas anderes verordnet hat. Wenden Sie sich an einen Futterhändler und lassen sich eine fettarme Futtermischung zusammenstellen, ohne Sonnenblumenkerne, Erdnüsse und Kardisaat.

Wen die erste Hürde genommen ist

Von nun an können Sie langsam vom normalen Körnerfutter zum gesunden Fressen mit viel Obst und Gemüse wechseln. Kontrollieren Sie aber täglich, ob Ihr Papagei genug frisst.

Dabei sollte auch der Kot kontrolliert werden. Legen Sie eine Tageszeitung auf den Käfigboden und überprüfen Sie die Beschaffenheit der Kothäufchen.

Sollte sich diese Kot-Beschaffenheit ändern, suchen Sie am besten den Tierarzt auf.

Psychologie ist alles

Papageien ahmen unsere Vorlieben für Nahrungsmittel nach. Wenn wir voller Genuss in Pizza, Chips und Pommes beißen, so wird er diese auch lieben. Geben Sie ihm wiederum Gemüse mit einem säuerlichen Gesicht, so wird er sich dafür bestimmt nicht begeistern.

Essen sie mit voller Genuss, besser Sie lassen sich füttern, di betreffenden Nahrungsmittel. Irgendwann siegt die Neugierde und Ihr Papagei wird sich darum reißen, einmal etwas ab zu bekommen.

Bei der Ernährung können Sie ruhig erfinderisch sein. Karotten müssen nicht immer nur am Stück gereicht werden. Man kann sie in Scheiben schneiden, raspeln, kochen, als Brei servieren oder gar als Saft reichen. Haben Sie schon einmal eine Karotte kopfüber am Käfigdach befestigt.

Zum Beginn eignen sich folgende Sorten:

  • Äpfel
  • Weintrauben

später dann:

  • Karotten
  • Brokkoli
  • Süßkartoffeln

Sie sollten auch auf die Portionen achten. Für kleinere Arten ist eine Weintraube wie für uns Menschen eine Wassermelone. Würden Sie fünf Melonen essen?

Arten

Mögliche Folgen

Alle Papageien

Leberverfettung, Stoffwechselstörungen, Pigmentveränderungen der Federn, Bewegungsstörungen (Gelenke) durch Übergewicht, ZNS-Störungen, Herzerkrankungen, Erkrankungen des Pankreas und Tod

Männliche Arten

Unfruchtbarkeit

Weibliche Arten

Unfruchtbarkeit und vermehrtes Auftreten von Legenot

Wellensittiche

Stark anfällig für Fettleibigkeit und entwickeln häufig Lipome (Fettgeschwulste)

Rosakakadus, Kleine Gelbhaubenkakadus, Edelpapageien, Amazonen und Loris

Stark anfällig für Übergewicht und den daraus folgenden Störungen und Erkrankungen

Quelle: WP-Magazin Mai/ Juni 2004

Diäten

Nierendiät

enthält weniger, aber hochwertiges Eiweiß, weiniger Phosphor, weniger Natrium

Herzdiät

weniger Natrium, ausreichend Kalium und hochwertiges Eiweiß

Harnsteine

weniger Magnesium und Phosphor, eiweißarm, harnsäuernd

Durchfälle

leicht verdauliche Kost mit wenig Ballaststoffen

Verstopfungen

viel Ballaststoffe

Allergien

selten verwendete Fleischsorten

Lebererkrankungen

weniger, aber hochwertiges Eiweiß, weniger Salz

Starke Abmagerung

kalorienreiches, eiweißreiches Futter mit hohem Vitamin- und Mineralstoffgehalt, das sehr gut schmeckt

Schwäche der
Bauchspeicheldrüse

faserarme Kost, eventuell mit Bauchspeicheldrüsensaft angedaut

 

Wellensittich Futtermischung

Als Faustregel ist folgende Mischung akzeptabel:

  • 30% Glanz- oder Spitzsaat

  • 25% Silberhirse

  • 20% Planta- oder Senegalhirse

  • 15% Nackthafer und Bluthirse

  • 5% Negersaat

Hochwertige Mischungen zeichnen sich dadurch aus, dass zusätzlich

  • Kardi- und Perilsamen

  • Japanhirse

enthalten sind. In vielen Fällen werden auch JOD SV Körner in den Mischungen beigefügt.

Sie sollen einer eventuellen Schilddrüsenerkrankung vorzubeugen, welche in der Vergangenheit zu vielen Verlusten unter den Wellensittichen geführt hat, da man damals nicht wusste, dass der Wellensittich dafür sehr anfällig war.

So ernähren Sie Ihren Wellensittich richtig

Allgemeines

Im Volksmund erscheint oft der Glaube, dass der Wellensittich sehr genügsam ist und ausschließlich von herkömmlichen Körnerfuttermischungen aus dem Handel auskommt. Das dies auf Dauer schädlich ist und dadurch die Lebenserwartung sinkt, wissen die Wenigsten.

Zu einer artgerechten Haltung gehört nun mehr als Wasser zu wechseln und Körner aufzufüllen. Wellensittiche in freier Wildbahn ernähren sich in der Regel von den frischen Sämereien, die voll ausgereift sind und greifen auf die trockenen nur zu, wenn Not- und Trockenzeiten herrschen, wie im australischen Sommer. Die Folgen bei reiner Körnerfütterung und womöglich wenig Freiflug sind belastend für den kleinen Organismus, der schnell verfettet.

Täglich sollte gereicht werden

  • frisches Wasser

  • Vogelgrit (Gut für die Verdauung)

  • Körnergrundmischung (15% Glanz bzw. Kanariensaat, 5% ölhaltige Samen, wie z.B.Neger- und Hanfsamen, Sonnenblumenkerne, 80% verschiedene Hirsesorten, wie z.B. Japan-, Plata-, Mohair-, Kolben- und Senegalhirse)

  • kleine Portion angekeimte Samenkörner, hier sind die Wellensittiche länger mit der Futteraufnahme beschäftigt, als bei der Futteraufnahme von losen Körner

  • Grünfutter (Vogelmiere, Löwenzahn, Hirtentäschel, Knöterisch und viele mehr)

  • wenn beim Kochen Gemüse abfällt, wie z.B. Karotten, Kohlrabischalen, Salat und ähnliches. Diese aber trocken anbieten, da feuchter Salat schnell zu Durchfall führen kann

  • Obstsorten je nach Angebot im Handel

  • Sepiaschale oder Schnabelwetzstein. Diese enthalten den lebensnotwendigen Kalk, der zum Aufbau des Knochengerüstes und zur Bildung der Federn dient.

  • Vogelsand (Unverzichtbare Verdauungshilfe, er hilft dabei, die Körner im Magen besser zu zerkleinern)

Im Zoofachhandel werden auch

  • Sprechperlen

  • Mauserhilfe

  • Honigknabberstangen

angeboten. Diese können auch in kleinen Mengen angeboten werden, wobei die Funktion der Sprechperlen mal dahin gestellt sei.

Wenn sie ab und zu mal etwas Biskuit naschen lassen sollte, ist dies auch in Ordnung. Aber bitte nur in Maßen. Ansonsten sind Gewürzte Speisen tabu. Einige Vögel haben eine Vorliebe für gesalzene Nahrungsmittel, aber kurz oder lang führt der Konsum zu Nieren- und Leberschäden. Auch wenn einige Halter meinen, das Wellensittiche wissen, was gut für sie ist, liegen diese mit ihrer Meinung voll daneben, In dieser Hinsicht sind Wellensittiche wie Menschen. Sie essen zuerst das, was ihnen schmeckt. Leider ist das selten auch die Nahrung, die für sie bekömmlich ist.

Eine abwechslungsreiche Nahrung ist das A und O. Wenn es ihrem Liebling an nichts mangelt, dankt er es ihnen mit Gesundheit und Fröhlichkeit.

Quelle: WP-Magazin

Kolbenhirseanbau im Garten

Allgemeines

Diese Hirse ist die wohl am bekannteste und am meist angebotene Futterart bei Vogelhaltern. Nicht nur von gesunden Papageien, sondern auch von kränklichen Wellensittichen wird die Kolbenhirse gerne noch genommen, auch wenn bereits anderes Futter verschmäht wird. Sie kann in reifen als auch im halbreifen Zustand angeboten werden und kommt den australischen Samenkörner sehr nahe.

Keimprobe

Um den reifegrad festzustellen, lesen sie die Körner vom Kolben. Anschließend die Körner waschen und über Nacht mit Wasser bedeckt stehen lassen. Am nächsten Tag wieder abwaschen und in einen Sieb stehen lassen. Am Abend die Prozedur vom Vortag wiederholen. Je nach Zimmertemperatur keimen dann die Körner. Die Keimfähigkeit bei hochwertigem Saatgut liegt bei etwa 80% und bei minderwertigem Saatgut unter 50%. Um eine genaue Kontrolle zu haben, können sie auch genau 100 Körner abzählen.

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Knabberstangen zum selber backen

Zutaten (reicht je nach Größe für etwa vier Stangen):

  • 80g Mehl
  • ein Ei
  • eineinhalb bis zwei Esslöffel Honig
  • Körner, Mineralstoffe und Kalkpulver nach belieben

Zubereitung:

Die oben genannten Zutaten in einer Schüssel solange verrühren, bis ein feuchter und klebriger Teig entsteht. Ideal ist er, wenn er nicht mehr vom Löffel fließt.

Anschließend fügen sie der Masse noch die gewünschten Körner, Mineralstoffe oder Kalkpulver hinzu und zwar soviel, bis die Körner von einer dünnen Teigschicht umgeben sind. Der Teig dient nur zum Halten der Körner und wird oftmals verschmäht. Die Hauptattraktion bleiben die Mischungen.

Zum Auslegen haben sie mehrere Möglichkeiten. Entweder sie formen selber Figuren aus dem Teig und stecken ein Schaschlikspieß oder ähnliches in den Teig (dienen als Halterung im Käfig) oder aber die Benutzen Pappröhren von Küchenrollen und füllen dort die Masse hinein. Lassen sie aber an den Enden ein Abstand von 2 – 3 Zentimeter. Auch dort wird wieder ein Holzstäbchen (unbehandelt) eingeführt.

Die Knabberstangen werden dann im Backofen 20 Minuten lang bei ca. 200 Grad Celsius gebacken. Zur Probe können sie einen Zahnstocher hinein stecken, bleibt Teig daran kleben, so sind die Stangen noch nicht fertig. Sind diese fertig, haben sie eine goldbraune Färbung, kleben nicht und sind relativ hart.

Fütterung:

Nachdem die Knabberstangen abgekühlt sind, können diese mit einem Draht oder ähnlichem im Käfig befestigt werden. Haben sie Papprollen verwendet, so lassen sie diese ruhig dran, sie stellen eine weitere Beschäftigung dar, um an das Futter zu gelangen. Unter Umständen müssen sie einige Stellen selber ankratzen, damit die Wellensittiche das Futter sehen können.

Quelle: WP-Magazin

Kolbenhirse

Allgemeines:

KolbenhirseMöchten sie ihrem gefiederten Freunden etwas besonderes anbieten, so lesen sie sich diesen Artikel doch etwas genauer durch. Zwar kennen bereits die meisten Halter die Kolbenhirse, allerdings muss man doch hier etwas unterscheiden, z.B. bei reifen und halbreifen Samen oder aber dunkle und helle Hirse. Für diejenigen, die sowieso nur seinen Tieren Körnerfutter und Peletts anbieten, werden hier für sich sicherlich keine Neuerungen feststellen, aber zu einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung gehört mehr, als nur eine „Trill-Packung“ zu öffnen und die Körner in einer Schale anzubieten.

Körner werden von den Vögeln auch gerne im gekeimten Zustand angekommen und mit Vorliebe auch als erstes verspeist. Voraussetzung allerdings ist eine kleine Eingewöhnungsphase, genauso wie bei halbreifen Samen. In der Regel werden nur ausgereifte Samen verwendet, aber wenn man sich das Brutverhalten der Wellensittiche in freier Natur ansieht, wird man schnell zu der Erkenntnis kommen, dass halbreife Samen mehr an Eiweiß und Vitaminen enthalten.Als Nomaden wandern Wellensittiche stets zu den Gebieten, wo nach Regenfällen die trockenen Steppen in Nahrungsreiches Gebiet umgewandelt wurden. Dort finden sie die ersten Gräser, später Grünfutter und nach einigen Wochen sogar halbreife Samen verschiedener Gräser.

Dies ist auch die Zeit, wo Wellensittiche ihre Jungen aufziehen. Die Jungtiere werden von den Elterntieren vorwiegend mit diesen hochwertigen Samen ernährt, ergänzt durch tierisches Futter (Insekten und dessen Larven).

Welche Aufgabe haben Proteine (Eiweiße):

Sie sind für den Aufbau und den Erhalt der Muskulatur und der Organe verantwortlich. Diese werden im Körper verbraucht und nicht selbstständig hergestellt und kann durch keine anderen Stoffe, wie z.B. Fett oder Kohlenhydrate, ersetzt werden. Deshalb ist es notwendig, den Körper mit Eiweißen zu versorgen. Während der Brutsaison und Aufzucht sowie bei körperlichen Anstrengungen, z.B. Mauser, wird besonders viel Eiweiß benötigt. Der Anteil des Proteins am Körpergewicht des Wellensittichs beträgt ungefähr 20 Prozent.

Vitamin E:

Es nimmt Einfluss auf den gesamten Stoffwechsel, schützt andere Wirkstoffe, Funktionen des Nervensystems, der Muskulatur und der Fortpflanzungsorgane werden gefördert.

Bei Mangelerscheinungen der oben genannten Stoffe, dann sind die Wellensittiche anfälliger für:

  • Infektionskrankheiten
  • Veränderungen an Muskulatur
  • Veränderungen an Gewebe und Gefäßen
  • Unfruchtbarkeit

Die verschiedenen Sorten:

deutscher Name Erntetermin bis (ca.) Vogelarten
Silberhirse
wird bis zu 100cm groß
Ende Juli Mitte August Sittiche, Exoten, Waldvögel und kleinere Papageien
Braune Silberhirse
wird bis zu fast 200cm groß
Ende August Mitte September Sittiche und Exoten
Rote Kolbenhirse (fest)
stammt aus Frankreich
wird bis zu 130cm bis 180cm groß
Mitte August Ende August Sittiche, größere Exoten, Waldvögel und kleinere Papageien
Rote Kolbenhirse (locker)
stammt aus Österreich
wird bis zu 130cm bis 180cm groß
Ende August Mitte September Australische Sittiche, kleinere Exoten und Waldvögel
Sudangras
wird bis zu 300cm groß
Mitte September Ende September Australische Sittiche, Grassamen fressende Exoten und Agaporniden

Entscheidend bei der Erntezeit ist auch die Vorliebe der einzelnen Vogelarten, da die Ansprüche von Art zu Art sehr unterschiedlich sein können.

Nach der Ernte sollten die Samen, zu erkennen an dem milchigem Zustand, möglichst schnell (maximal 24 Stunden) eingefroren werden. Dadurch bleibt der besondere Nährwert erhalten. Nach Ablauf der Frist würden die Samen austrocknen und ihren Zweck verlieren. Die Lagerungszeit kann bis zu 12 Monaten andauern. Bei bedarf tauen sie ca. 20 Minuten lang die entsprechende Menge auf, waschen die Samen kurz unter warmen Wasser ab und reichen diese am gleichen Tag zum Verzehr.

Quelle: WP-Magazin

Knabbereien zum selber backen

Körner Plätzchen

Zutaten (reichen für ca. 80 Plätzchen)

  • 300 g Butter
  • 150 g Rohzucker
  • 400 g Vollkornmehl
  • 80 g geschälte und klein gehackte Körner (unter anderem Kürbis, Hafer, Hirse, Dinkel usw.)
  • 1 Pr Mineralstoffe

Rohzucker und die Mineralstoffe mit der Butter verkneten. Das geSiebte Vollkornmehl und die Körner unter rühren. Den Teig in Pergamentpapier einwickeln und zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Formen Sie den Teig in eine 5 cm dicke Rolle, von der Sie dünne Scheibe abschneiden.

Backen Sie diese nun im vorgeheiztem Backofen bei 190 Grad ca. 10 – 14 Minuten. Die fertigen Plätzchen lassen sich nach Herzenslust dekorieren, was für weiteren Knabberspaß sorgt.

Papageien Plätzchen

Zutaten (reichen für ca. 40 Plätzchen)

  • 125 g Rohzucker
  • 100 g Vollkornmehl
  • 50 g Speisestärke
  • 4 Eigelb
  • 4 Eiweiß

Das Eigelb mit einem Drittel des Zuckers schaumig rühren. Das Eiweiß sollte nun steif geschlagen werden, dann mit dem restlichen Zucker und der Speisestärke vermischen. Zunächst heben Sie die Eigelbmasse und dann das gesiebte Mehl unter den Eischnee. Den Teig können Sie mit Hilfe eines Spritzbeutels im Abstand von ca. 5 cm auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech spritzen.

Backen Sie die Plätzchen bei etwa 180 Grad ca. 12 bis 15 Minuten, bis Sie eine hell gelbe Farbe bekommen.

Sonnenblumen Kekse

Zutaten (reichen für ca. 80 Stück)

  • 250 g Butter
  • 250 g Rohzucker
  • 325 g Vollkornmehl
  • 75 g klein gehackte Sonnenblumenkerne
  • 1 TL Backpulver
  • ½ TL Mineralstoffe
  • 2 Eier
  • Schale einer ungespritzten Orange

Butter mit dem Zucker vermischen und schaumig rühren. Anschließend mischen Sie die Eier unter. Das Mehl sollten Sie Sieben und vermischen es mit dem Backpulver und den Mineralien nach und nach unter den Teig. Zum Schluss fügen Sie noch die Orangenschalen und Sonnenblumenkerne hinzu. Nun den Teig zu einer 5 cm dicke Rolle formen und in Alufolie gelegt 24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Von der Teigrolle schneiden Sie dünne Scheiben ab und lassen diese im Vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 8 bis 10 Minuten backen.

Wenn Sie möchten, können Sie die Kekse noch mit geschälten Sonnenblumenkerne verziehen. Diese werden in der Regel als erstes abgeknabbert, was einen zusätzlichen Spaß bedeutet.

Literatur: WP-Magazin 04/ 1995

Futterkauf

Beim Kauf von Futtermischungen sollten Sie auf folgendes unbedingt achten:

Abpackdatum: Auf den Packungen werden die gültigen Haltbarkeitsdaten eingestandst. Fehlen diese oder sind diese eventuell abgelaufen, so verzichten Sie auf den Kauf, auch wenn ihnen ein geringerer Preis angeboten wird. Die Gesundheit Ihrer Pfleglinge wird es ihnen danken.


Die Verpackung der Mischung sollte sauber und trocken sein, darf nicht auf- oder angerissen sein. Ist einer der Faktoren gegeben, so verzichten Sie auch hier lieber auf den Erwerb. Es kann sein, dass Staub oder ähnliches eindringt und das Futter angreift.

  • Die Qualität vom Futter ist von Hersteller zu Hersteller leider sehr unterschiedlich. Entscheidend ist nicht das Haltbarkeitsdatum, sondern das Erntejahr.

  • Älteres Futter zeichnet sich dadurch aus, dass die Samenkörner nicht die gewünschten Nährstoffe enthalten, wie im Gegensatz die frischen Samenkörnern.

Falls Sie vorhaben, selber Mischungen zusammen zu stellen, fragen Sie auf jeden Fall nach, wann die Samen geerntet wurden, lassen Sie sich nicht „belabern“, das Datum ist für die Gesundheit Ihrer Wellensittiche wichtig. Nährstoffarmes Futter lässt sich daran erkennen, dass nur sehr wenige Körner anfangen zu keimen. Sollten Sie der Test nur bei ca. 50% der Körner anschlagen, werfen Sie das betreffende Futter lieber weg und besorgen neues.

Achten Sie beim Futter auf folgende Mängel, treten diese auf, entsorgen Sie es lieber:

  • Fäulnis lässt sich daran erkennen, dass die Futtermischung unangenehm riecht, während gesundes geruchlos ist.

  • Schimmel zeigt sich durch weißlich-grauen Belag. Selbst geringste Mengen können zum Tod von Wellensittichen führen.

  • Überprüfen Sie deshalb ständig das Futter, indem Sie es nach und nach über die Handflächen rieseln lassen.

  • Stichproben mit der Lupe kann ich ihnen

  • nur anraten, so lassen sich schon vorab Krankheiten vermeiden.

  • Ungeziefer lassen die Samen verklumpen oder das Futter ist von spinnwebenfeinen Fäden durchzogen.

 

 

Foto: 80024092 – Wellensittich beim Einkaufen© Sesa

Futterpflanzen – Im Sommer

Hier ist an erster Stelle die Hagebutte, also der fleischige Blütenbecher der Wildrosen, zu nennen. Einige der Rosen blühen sehr früh und tragen daher auch schon sehr zeitig im Sommer die ersten Hagebutten. Auch diese müssen nicht unbedingt rot ausgefärbt sein, sondern können den Papageien schon im grünen Zustand angeboten werden, wobei aber darauf zu achten ist, dass die Blütenbecher ausgebildete Nüsschen enthalten. Sehr viele Papageien lieben Hagebutten und verschlingen Sie in großer Stückzahl.

Damit Sie sich nur von diesen Hagebutten ernähren, sollten Sie immer nur einige pro Tag erhalten. Zur Aufzuchtszeit kann die Dosis natürlich erhöht werden. Hagebutten eignen sich zum einfrieren und können daher ganzjährig angeboten werden. Auch hier gilt die Divise, keine Früchte von Pflanzen, die an stark befahrenen Straßen stehen und die nicht mit Pflanzenschutzmitteln bearbeitet wurden.

Die häufig als Vogelfutter aufgeführten Futterpflanzen wie Vogelmiere oder auch Löwenzahn sind in den Sommermonaten nicht immer oder nur in geringem Umfang zu finden. Wer möchte, kann auch den Samen sammeln und im eigenen Garten aussäen. Aber gerade im Sommer ist man nicht unbedingt auf Vogelmiere und Löwenzahn angewiesen. Denn es gedeihen zu dieser Zeit sehr viele Wildgräser und andere Pflanzen. Die Samen der Wildgräser eignen sich ebenfalls als Futter und dies besonders im halbreifem Zustand. Da unsere Einheimischen Gräser keine Giftstoffe enthalten, können Sie bedenkenlos verfüttert werden.

Weizen und Hafer eignen sich ebenfalls zur Fütterung. Auch hier sollten die Samen zwar schon gut ausgebildet, aber noch nicht hart sein, also im „milchigem“ Zustand. Diese können im Gefrierschrank eingefroren werden, was für einige Züchter sehr interessant ist.

Folgende Pflanzen eignen sich noch als Nahrungsmittel für Papageien:

  • das Hirtentäschelkraut
  • die Melde
  • den Spitz- und Breitwegerich
  • den Ampfer, den Rainfarm
  • und viele mehr

Auch die Brennnessel eignet sich sehr gut als Zusatzfutter, allerdings ist es nicht jedermanns Sache, diese zu pflücken. Sie muss vor dem Füttern in sehr kleine Stücke geschnitten werden, damit Sie von den Tieren angenommen werden kann. So angeboten, stellt Sie ein vitamin- und mineralstoffreiches Futter dar.

Quelle: WP-Magazin

Futterpflanzen – Im Herbst

Der Herbst macht sich nicht nur durch das entblättern der Bäume bemerkbar, sondern auch durch die Ernten auf den Feldern der Bauern und den Reifegrad vieler Beeren an Sträuchern und Bäumen. Ende des Spätsommers haben viele Vogelhalter die Möglichkeit, die große Palette an Futter in freier Wildbahn zu sammeln und zu verfüttern. Dadurch sind sie nicht an die Ware in Geschäften gebunden und können ihren Lieblingen abwechslungsreiche Leckerbissen anbieten.

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Futterpflanzen – Im Frühling

Vorteil vom gesammelten Grünfutter gegenüber dem gekauften ist, dass es, wenn es an den richtigen Stellen gesammelt wurde, nicht mit Pestiziden behandelt worden ist. Wer die Möglichkeit besitzt, Grünfutter in der freien Natur zu sammeln, sollte diese Chance nutzen.

Vorneweg stehen die frischen Triebe der verschiedenen Bäume und Sträucher, wie z.B. die Weiden, Erlen, Birken und Haselsträucher. Aber auch Obstbäume und deren wild wachsenden Verwandten.

Diese Knospen stellen ein wertvolles Zusatzfutter dar, da Sie viele der Substanzen gespeichert haben, die der neue Trieb im Frühjahr zum Wachsen benötigt. Sie sind also nährstoffreich. Des weiteren zernagen unsere Papageien gerne die Rinde der Zweige, was sich wiederum positiv auf die Gesundheit auswirkt.

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Ergänzungsfutter

Was bewirken Aminosäuren (Lysin, Methionin) sowie Eisen und Zink bei Ziervögeln, Sittichen und Papageien?

  • Bessere Eierbefruchtung
  • Geringere Sterblichkeit von Jungvögeln
  • Verbesserte Gefiederqualität
  • Vermeiden von Federrupfen
  • Wachstumsregulierungen
  • Gute Futterverwertung
  • Unterstützung während der Mauser
  • Unterstützung der Wundheilung
  • Immunstimulierung
  • Unterstützung bei Erkrankungen der Atmungsorgane, auch während der Antibiotikabehandlung
  • Schutz gegen Hauterkrankungen und Parasitenbefall
  • Kürzere Rekonvaleszenszeit
  • Unterstützung bei Stresssituationen wie z.B. Ausstellungen und Reise, Verbesserung der Futterqualität während der Mauser bei Ziervögeln
  • Appetitanregung

Keimrezept

Halbreife Samen

Halbreife Samen

  • ½ bis 1 Teelöffel der Samenmischung in ein Glasschälchen geben. Die Samen etwa 2 cm hoch mit Wasser bedecken. Glasschälchen locker zudecken und ca. 24 Stunden einweichen lassen.

  • Die Samen danach lauwarm abbrausen, abtropfen lassen, in das ausgewaschene Schälchen zurückgeben und lose zudecken. Die Samen weitere 48 Stunden keimen lassen. Zum Keimen brauchen die Samen Tageslicht und Raumtemperatur.

  • Sobald die Keime etwas 1cm hoch aus den Samen sprießen, diese noch mal lauwarm abtropfen lassen und dem Vogel anbieten. Was von den Keimen nach zwei bis drei Stunden nicht verzehrt ist, wegwerfen, denn die Keimlinge können rasch schimmeln.

Erweist es sich, das nur ca. 50% der Samen keimfähig sind, sollten Sie eine neue Packung für Ihren Vogel kaufen.

Außerhalb von Brut und Mauser ungefähr alle vier Wochen etwa 20 Tage lang gekeimte Samen anbieten. Zur Brut- und Mauserzeit sollten Sie diese täglich bekommen.

Das Keimsilo:

Im Reformhaus oder im Gartenmarkt erhält man solche Silos. Sie eignen sich um z.B. Sonnenblumenkerne keimen zu lassen.

Diese sind wesentlich nahrhafter als gewöhnliche Kerne. Für so ein Silo zahlt man ca. 20,- DM bzw. jetzt ca. 10 EURO, wenn der Betrag nicht ein zu eins übernommen wurde.

Keimsilo Keimsilo

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